Liturgie

Liturgie als Ausdruck des Glaubens und christlicher Vitalität – Teil II

Fortsetzung des Gesprächs mit dem Liturgiewissenschaftler Pater Dr. Johannes Nebel FSO über nachkonziliare Liturgie und liturgische Überlieferung.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 22. August 2020 um 17:29 Uhr
Bildquelle: Privatarchiv

Moderne Liturgiewissenschaft sieht sich zwei Versuchungen ausgesetzt, nämlich zu verkümmern entweder zur reinen Liturgiegeschichte oder zum theoretischen Begründungsversuch einer bloß noch kreativen, oft völlig momenthaft-spontanen Gottesdienstpraxis. Wie kann, gerade im Lichte liturgischer Ãœberlieferungsprozesse, Liturgie wieder als lebendiger locus theologicus zurückgewonnen, also auch ein mechanistisch-formalistischer Rubrizismus als entgegengesetzte Sterilität vermieden werden? Diese Frage spricht mich nun […]

Liturgie als Ausdruck des Glaubens und christlicher Vitalität – Teil I

Ein Gespräch mit Pater Dr. Johannes Nebel FSO, dem wissenschaftlichen Kurator des Scheffczyk-Zentrums/Bregenz, über Nachlass und Fortwirken des Theologen und Kardinals Leo Scheffczyk (1920-2005) zum 100. Geburtstag.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 22. August 2020 um 17:06 Uhr
Bildquelle: Privatarchiv

Hochwürdiger Herr Pater Nebel, können Sie eingangs etwas zu Ihrer Person sagen? Ich bin Priester der geistlichen Familie „Das Werk“, vom Fach Liturgiker und in einer Haupttätigkeit seit 2006 in Bregenz mit der Verwaltung des Nachlasses von Kardinal Leo Scheffczyk (1920-2005) beauftragt. Aufgewachsen bin ich nördlich von Frankfurt a.M., habe an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt […]

Bedarfsorientierung oder Theozentrik? Zur Nachfrage nach der „Alten Messe“

Ein Beitrag von Clemens Victor Oldendorf.
Erstellt von Clemens Victor Oldendorf am 6. August 2020 um 22:49 Uhr
Alte Messe

Anfang März hat die dafür zuständig erklärte Glaubenskongregation eine neun Fragestellungen umfassende Evaluation unter allen Diözesanbischöfen zur Umsetzung des Alt-Ritus-Motuproprio Summorum Pontificum initiiert. Der 31. Juli 2020 ist der Stichtag, zu dem die Antworten retourniert sein müssen. Es ist bemerkenswert, vielleicht aber auch nur einfach dem Sommerloch zu verdanken, welches sogar von Covid-19 nicht völlig […]

Ad multos annos – Ein 100. und ein 60. Geburtstag!

Ein Beitrag von Clemens Victor Oldendorf.
Erstellt von Clemens Victor Oldendorf am 26. Juli 2020 um 12:48 Uhr

Durch die im März bekanntgegebenen beiden Dekrete der Glaubenskongregation, die die Liturgie von 1962 betreffen, wurde bereits einige Monate zurückliegend von mir auf das Hundertjahrjubiläum des von Pius X. reformierten tridentinischen Messbuchs hingewiesen, das dann sein Nachfolger Benedikt XV. am 25. Juli 1920 promulgieren und als neue Editio typica herausgeben konnte. Geistlicher Rat Franz X. […]

Ãœberlegung zur „Privatmesse“

Von Mag. Alexander Fischer, Kaplan in den Pfarren Maria Anzbach und Eichgraben, Diözese St. Pölten, Österreich.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 28. Mai 2020 um 16:03 Uhr
Alte Messe

Was soll ich berichten von meinen Erfahrungen als Priester in den vergangenen Wochen? Ich könnte schreiben von organisatorischen Dingen, von Gesprächen mit Pfarrangehörigen am Telefon, von den Freudentränen in den Augen einer jungen Mutter, während ich ihr nach Wochen die hl. Kommunion gespendet habe, von technischen Problemen beim facebook-Livestream oder vielem anderen. All das gibt […]

„Christus ist … nicht der von der Welt Abwesende, sondern der auf neue Weise in ihr Anwesende“

Gedanken zum Tagesgebet (Collecta) vom 7. Sonntag der Osterzeit. Von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 22. Mai 2020 um 16:51 Uhr
Christus Pantokrator

An die Stelle der alten Collecta, die in der klassischen Form des Römischen Ritus am Sonntag nach Christi Himmelfahrt gebetet wird, trat in der erneuerten Liturgie eine neue. Doch handelt es sich bei der „neuen“ Oration mitnichten um eine Neuschöpfung. Ausweislich der mit der Erneuerung der liturgischen Texte beauftragten Kommission stammt die heutige Collecta, die […]

Das Ostergeheimnis soll unser ganzes Leben prägen und verwandeln

Gedanken zur Collecta (Tagesgebet) vom 6. Sonntag der Osterzeit (NO). Von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 16. Mai 2020 um 14:21 Uhr
Bildquelle: Sarto-Verlag

Die Osterzeit ist eine Zeit der Freude. Denn durch Kreuz und Auferstehung seines Sohnes hat Gott „sein Volk befreit“, wie es im Eröffnungsvers des 6. Sonntages der Osterzeit heißt. Gemeint ist die Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde, der Ursache aller Traurigkeit in unserem Leben. Die Freude darüber findet ihr Echo im Tagesgebet (Collecta) dieses […]

Begründung einer Forderung hinsichtlich des Gebrauchs des „Usus antiquior“ – Ein Nachtrag im Hinblick auf eine Bischofsbefragung zu „Summorum Pontificum“

Ein Beitrag von Clemens Victor Oldendorf.
Erstellt von Clemens Victor Oldendorf am 12. Mai 2020 um 17:47 Uhr

In großer Breite und Ausführlichkeit habe ich hier in einem zweiteilig angelegten Kommentar Sie fragen, wir antworten – ein Fragebogen an die Bischöfe zu Summorum Pontificum dreizehn Jahre später – Teil I sowie anschließend Sie fragen, wir antworten – ein Fragebogen an die Bischöfe zu Summorum Pontificum dreizehn Jahre später – Teil II Stellung genommen. […]

Wir sind teuer erkauft worden durch das Blut Christi am Kreuz

Gedanken zur Collecta (Tagesgebet) vom 5. Sonntag der Osterzeit (NO). Von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 9. Mai 2020 um 11:02 Uhr
Bildquelle: Patrimonium-Verlag

„Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat wunderbare Taten vollbracht …“. So beginnt der Introitus (Eröffnungsvers) des 5. Sonntages der Osterzeit in der sogenannten ordentlichen Form des Römischen Ritus (NO). Die großen Taten werden sodann in der Collecta, dem Tagesgebet, genannt: Es sind unsere Erlösung durch Gottes Sohn und unsere Annahme als seine […]

Gereinigt, wiedergeboren, erkauft

Gedanken zum Tagesgebet (Collecta) des zweiten Sonntages der Osterzeit. Von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 18. April 2020 um 11:21 Uhr
Taufbecken

Die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil hat die Collecta, also das Tagesgebet, des zweiten Sonntages der Osterzeit (Dominica in albis = „Weißer Sonntag“) erneuert. In der überlieferten Form des Römischen Ritus wird das Osterfest laut der Collecta als vergangen betrachtet: „Gewähre, so bitten wir, allmächtiger Gott, dass wir, die wir das Osterfest begangen haben, […]

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