Vaticanum II

Mythenbildung und Entmythologisierung: Die beiden Konzile im Vatikan (1869/70 und 1962-1965)

Kathnews-Interview mit Alexandra v. Teuffenbach/Rom.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 19. September 2020 um 22:43 Uhr
Petersdom

Liebe Frau Dr. v. Teuffenbach, das Adelsgeschlecht, dem Sie angehören, ist ein österreichisches. Geboren wurden Sie aber in Padua, und auch Ihr Lebens- und Forschungsmittelpunkt liegt mit Rom in Italien beziehungsweise im Vatikan. Bitte fĂŒhren Sie unsere Leserschaft ĂŒberblicksartig in Ihren persönlichen Hintergrund, in Ihre Lebensstationen und Ihren bisherigen Werdegang ein! Ja, es ist richtig: […]

Liturgie als Ausdruck des Glaubens und christlicher VitalitĂ€t – Teil II

Fortsetzung des GesprĂ€chs mit dem Liturgiewissenschaftler Pater Dr. Johannes Nebel FSO ĂŒber nachkonziliare Liturgie und liturgische Überlieferung.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 22. August 2020 um 17:29 Uhr
Bildquelle: Privatarchiv

Moderne Liturgiewissenschaft sieht sich zwei Versuchungen ausgesetzt, nĂ€mlich zu verkĂŒmmern entweder zur reinen Liturgiegeschichte oder zum theoretischen BegrĂŒndungsversuch einer bloß noch kreativen, oft völlig momenthaft-spontanen Gottesdienstpraxis. Wie kann, gerade im Lichte liturgischer Überlieferungsprozesse, Liturgie wieder als lebendiger locus theologicus zurĂŒckgewonnen, also auch ein mechanistisch-formalistischer Rubrizismus als entgegengesetzte SterilitĂ€t vermieden werden? Diese Frage spricht mich nun […]

Liturgie als Ausdruck des Glaubens und christlicher VitalitĂ€t – Teil I

Ein GesprĂ€ch mit Pater Dr. Johannes Nebel FSO, dem wissenschaftlichen Kurator des Scheffczyk-Zentrums/Bregenz, ĂŒber Nachlass und Fortwirken des Theologen und Kardinals Leo Scheffczyk (1920-2005) zum 100. Geburtstag.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 22. August 2020 um 17:06 Uhr
Bildquelle: Privatarchiv

HochwĂŒrdiger Herr Pater Nebel, können Sie eingangs etwas zu Ihrer Person sagen? Ich bin Priester der geistlichen Familie „Das Werk“, vom Fach Liturgiker und in einer HaupttĂ€tigkeit seit 2006 in Bregenz mit der Verwaltung des Nachlasses von Kardinal Leo Scheffczyk (1920-2005) beauftragt. Aufgewachsen bin ich nördlich von Frankfurt a.M., habe an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt […]

„Dem Wesen nach und nicht bloß dem Grad nach“

In Bezug auf das Amt des Pfarrers ist die Instruktion der Kleruskongregation „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“ auch vor dem Hintergrund der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils zu lesen, dass zwischen dem Weihepriestertum und dem Taufpriestertum der Laien sowohl ein gradueller als auch ein wesentlicher Unterschied besteht. Kathnews dokumentiert die entsprechenden Aussagen der Instruktion. Von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 21. Juli 2020 um 15:13 Uhr
Priesterkragen

Rom (kathnews). Bei der Frage nach den Möglichkeiten der Beteiligung von Laien an der Gemeindeleitung, die unter dem Stichwort “Kooperative Pastoral” in manchen Diözesen, vor allem deutschsprachigen Raum, ein Problem darstellt, insofern – auch vom Vatikan beanstandete – Fehlentwicklungen zu beobachten sind, die die Rolle des Pfarrers als des “eigen(en)  Hirten” einer Pfarrei (can. 519) auszuhöhlen […]

Die Kirche ist verwurzelt im Judentum

Die Katholische Kirche bekennt, daß alle ChristglĂ€ubigen als Söhne Abrahams dem Glauben nach in der Berufung dieses Patriarchen eingeschlossen sind und daß in dem Auszug des erwĂ€hlten Volkes aus dem Lande der Knechtschaft das Heil der Kirche geheimnisvoll vorgebildet ist. Die Katholische Kirche und das Judentum. Zweites Vatikanisches Konzil, Nostra aetate Nr. 4.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 26. Januar 2020 um 23:36 Uhr

Artikel 4 von Nostra aetate, der ErklĂ€rung des Zweiten Vatikanischen Konzils als Ausdruck und Organ des höchsten authentischen Lehramtes der Kirche, ist den Juden gewidmet. Sie stehen von allen Religionen dem Christentum am nĂ€chsten. Es geht dann auch den KonzilsvĂ€tern darum, die Verwandtschaft der Christen mit den Söhnen Abrahams im Lichte des Römerbriefes des Apostels […]

Eine „Amtschefin“ ersetzt nicht den Generalvikar

Im Erzbischöflichen Ordinariat MĂŒnchen fungiert eine Frau als "Amtschefin". Eine kirchenrechtliche Klarstellung und Einordnung ĂŒber ein neu geschaffenes Amt. Von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 3. Oktober 2019 um 11:44 Uhr
Frauenkirche in MĂŒnchen

MĂŒnchen (kathnews). „Juristin Stephanie Herrmann leitet kĂŒnftig das MĂŒnchner Ordinariat.“ So titelte das Internetportal „katholisch.de“ diese Woche. Der Leser ist erstaunt. Ist es nicht der Generalvikar, der in Stellvertretung des Bischofs die Verwaltungsbehörde der Diözese leitet? Können auf einmal auch Laien – ob Frau oder Mann spielt keine Rolle – an der Spitze einer diözesanen […]

Die ĂŒberlieferte Liturgie. Nur fruchtbar ‚im Geist des Konzils‘ und andernfalls ‚leblos und ohne Zukunft‘?

Dokumentation, Analyse und Anfragen an eine Antwort in einem Interview. Von Clemens Victor Oldendorf.
Erstellt von Clemens Victor Oldendorf am 27. September 2019 um 10:02 Uhr

(kathnews). Am 23. September hat der Journalist Edward Pentin vom US-amerikanischen National Catholic Register ein Interview veröffentlicht, das er mit Kardinal Robert Sarah, dem PrĂ€fekten der Kongregation fĂŒr den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, gefĂŒhrt hat. Darin fragt Pentin seinen GesprĂ€chspartner unter anderem: „Warum denken Sie, dass mehr und mehr junge Leute von der traditionellen Liturgie, […]

50. Jahrestag: Credo des Gottesvolkes

Mit seinem "Credo des Gottesvolkes" ging es dem seligen Papst Paul VI. auch um eine Überwindung der Kirchenkrise, die nach dem Konzil durch eine "Hermeneutik des Bruches" entstanden ist.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 30. Juni 2018 um 11:06 Uhr
Vaticanum II, Papst Paul VI.

Heute vor 50 Jahren, am 30. Juni 1968, verkĂŒndete der selige Papst Pauls VI. das „Credo des Gottesvolkes“. Er war bemĂŒht, die nachkonziliare Kirchenkrise, die durch eine „Hermeneutik des Bruches“ (Benedikt XVI.) entstanden ist, zu ĂŒberwinden, ohne das Reformanliegen des Konzils zu gefĂ€hrden. Das Konzil versteht richtig, wer es in der „Hermeneutik der Reform in KontinuitĂ€t“ […]

Ziel der Ökumene ist die „volle Eingliederung“

Freiburger Moraltheologe plĂ€diert fĂŒr Zulassung von evangelischen Ehepartnern zur Kommunion. Seine Argumente lassen sich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht vereinbaren. Das Chaos, das durch die unterschiedlichen Interpretationen von "Amoris laetitia" in die Kirche eingetreten ist und ihre Einheit gefĂ€hrdet, darf durch einen "deutschen Sonderweg" in der Frage der Zulassung von evangelischen Partnern zur heiligen Kommunion nicht noch vergrĂ¶ĂŸert werden. Schadensbegrenzung ist nun oberstes Gebot der Stunde, soll die Einheit der Kirche nicht weiter Schaden leiden. Ein Kommentar von Dr. Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 18. April 2018 um 11:53 Uhr
Gero P. Weishaupt am Karlsthron

In die Diskussion ĂŒber die Zulassung des evangelischen Partners einer konfessionsverschiedenen Ehe zur heiligen Kommunion hat sich nun auch der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff eingeschaltet. Ein Kommentar von Dr. iur. can. Gero P. Weishaupt Laut dem Internetportal Katholisches.de vertritt Prof. Eberhard Schockenhoff in der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ die Auffassung, dass es eine „eingebĂŒrgerte Praxis in […]

Die gegenseitige Beziehung von Kirche und Welt

Gaudium et spes Nr. 40 des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 30. November 2017 um 12:03 Uhr
Vaticanum II, Papst Paul VI.

Viele reden und urteilen ĂŒber das Zweite Vatikanische Konzil, ohne die Texte je gelesen zu haben. Kathnews bietet eine BlĂŒtenlese einschlĂ€giger Texte des Konzils. Heute Gaudium et spes Nr. 40. Eine HinfĂŒhrung finden Sie hier. Gaudium et spes Nr. 40 Alles, was wir ĂŒber die WĂŒrde der menschlichen Person, die menschliche Gemeinschaft und ĂŒber den letzten Sinn […]