Zweites Vatikanisches Konzil
Vaticanum II – Reform in Kontinuität
Einleitung von Gero P. Weishaupt: Mit Artikel 6 schlieĂźt das erste Kapitel der Offenbarungskonstitution Dei Verbum ĂĽber die Offenbarung an sich. Die Konzilsväter wiederholen, was bereits zu Beginn gesagt worden ist, dass Offenbarung die Selbstmitteilung Gottes und die Mitteilung der ewigen Entscheidungen (decreta) seines Willens an die Menschen ist mit dem Ziel, den Menschen das […]
Glaubensgehorsam als freie Antwort des Menschen auf die Selbstmitteilung Gottes
Einleitung von Gero P. Weishaupt: Wenn die eigentliche Quelle der Offenbarung Gott selber ist, der sich den Menschen in der Geschichte mitteilt – Offenbarung als Selbstmitteilung Gottes – dann kann der Glaube als Antwort des Menschen auf diese Selbstmitteilung Gottes nicht zu zuerst ein FĂĽr-wahr-Halten dessen, was Gott geoffenbart hat, sein, sondern ein Glaubensgehorsam, in […]
Die Liturgiereform war notwendig! Â
Von Markus Lederer: Oftmals erscheint die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils als Streitthema schlechthin. Die Einen zeigen sich besorgt ĂĽber den voranschreitenden liturgischen Zerfall und den Anderen reicht die liturgische Erneuerungsbewegung immer noch nicht aus, sodass zwanghaft nach neuen liturgischen Experimenten Ausschau gehalten wird. Bei allen Diskussionen ĂĽber die Liturgiereform wird allerdings viel zu wenig […]
Vollendung der Offenbarung Gottes in Jesus Christus
Einleitung von Gero P. Weishaupt: Artikel 4 der Offenbarungskonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils hebt die Kontinuität der Offenbarung Gottes in der Geschichte hervor. AnknĂĽpfend an den Hebräerbrief wird gesagt, dass Gott im Alten Testament „durch die Propheten“ gesprochen hat. Im Neuen Testament spricht er in Jesus Christus. In ihm tritt „(a)n die Stelle der Worte […]
Vaticanum II: Offenbarung Gottes in der Geschichte
Einleitung von Gero P. Weishaupt: Gott offenbart sich in der Schöpfung und in der Heilsgeschichte, die als Vorbereitung auf das Evangelium, d.h. auf den Erlöser, den in Jesus Christus menschgewordenen Gott, hinzielt. Die Klammer, die die eine Offenbarung Gottes in Schöpfung und Heilgsgeschichte miteinander verbindet, ist Christus, das Wort, durch das alles erschaffen ist. Damit […]
Reform in Kontinuität. Der Offenbarungsbegriff von Vatikanum II
Einleitung von Gero P. Weishaupt: In Artikel 2 der dogmatischen Konstitution Dei Verbum legen die Väter (Papst und Bischöfe) des Zweiten Vatikanischen Konzils den Begriff der Offenbarung vor. AnknĂĽpfend an Aussagen des Ersten Vatikanischen Konzils in der dogmatischen Konsitution Dei Filius beschreiben sie die Offenbarung Gottes im Horizont personalistischen Denkens. Dadurch lösen sie den Offenbarungsbegriff […]
Kathnews-Reihe: Ausgewählte Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils
Einleitung von Gero P. Weishaupt: Zu den vier Konstitutionen des Zweiten Vatikanischen Konzils gehört Dei Verbum, die (dogmatische) Konstitution ĂĽber die göttliche Offenbarung. Sie wurde am 18. November 1965 promulgiert und vom Papst am selben Tag veröffentlicht. Sie befaĂźt sich mit der Offenbarung, der Tradition und dem Lehramt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Heiligen Schrift gewidmet, […]
Dreifaltigkeit und Ablass oder die „Hierachie der Wahrheiten“
Von Gero P. Weishaupt: In Artikel 11 des Ă–kumenismusdekretes Unitatis redintegratio des Zweiten Vatikanischen Konzils wird im Hinblick auf den ökumenischen Dialog auf die Weise hingewiesen, wie die Dialogpartner den eignen Glauben darzulegen haben. Der Artikel richtet das Augenmerk auf die Formulierung des Glaubens und auf die „Rangordung der Wahrheiten“ (hierarchia veritatum). UnverkĂĽrzte Darlegung des […]
Vatikanum II: Die Seele der Ă–kumenischen Bewegung
Von Gero P. Weishaupt: Die Seele der ökumenischen Bewegung ist die Bekehrung der Herzen und die Heiligkeit des Lebens in Verbindung mit dem privaten und öffentlichen Gebet fĂĽr die Einheit, sagen die Konzilsväter in Artikel 8 des Ă–kumenismusdekretes. Weil es auch auĂźerhalb der Kirche Christi, die in ihrer FĂĽlle in der Katholischen Kirche besteht, ja […]
Unbarmherziges Kirchenrecht?
Von Markus Lederer: Oftmals wird dem geltenden Kirchenrecht (CIC/1983) eine Unvereinbarkeit mit der heutigen, pastoralen Lebenswirklichkeit unterstellt. Es gilt als ĂĽberholt, „unpastoral“ und „unbarmherzig“. Es drängt sich die Frage auf: „Kirchenrecht – Wozu?“ Bei solchen Diskussionen wird völlig vergessen aus welchen Quellen sich das geltende Kirchenrecht speist. Denn ein Hauptgrund fĂĽr die Entstehung des CIC/1983 […]














