Zusätzliche Messformulare des Sarto-Schott erscheinen doch für den liturgischen Gebrauch

Ein Beitrag von Clemens Victor Oldendorf.
Erstellt von Clemens Victor Oldendorf am 22. August 2019 um 23:33 Uhr

Ende 2018 konnte der Sarto-Verlag in Bobingen das Vollständige Römische Messbuch der Schott-Reihe in der Auflage G von 1961 in hochwertiger Ausführung, mit allseitigem Goldschnitt und in Leder gebunden, neu auflegen. Diese Gelegenheit nutzte der Verlag, die Messen für bestimmte Orte als Anhang in das Buch mit aufzunehmen. Grundsätzlich orientierte man sich dabei an den Formularen, die das Pustet-Missale von 1963 pro aliquibus locis verzeichnet und übernahm mit entsprechender Genehmigung die deutsche Übersetzung dieser Formulare aus dem Volksmissale der Petrusbruderschaft.

23 Messformulare entschied man sich jedoch, nicht aus dem Pustet-Missale zu übernehmen, sondern aus anderen Quellen (Eigenmessen von Diözesen und Ordensgemeinschaften, frühere Editiones typicae des Römischen Messbuchs) hinzuzufügen. Noch vor seiner Emeritierung erteilte der seinerzeitige Bischof von Chur, Dr. Vitus Huonder, am 7. Oktober 2018 eine aktuelle kirchliche Druckerlaubnis für diesen Erweiterungsteil.

Damit nun die Messformulare, die vom 1963er Pustet-Missale abweichen, dennoch für den liturgischen Gebrauch zur Verfügung stehen, werden sie im Format des Altarmessbuches und in lateinischer Sprache als selbständiger Anhang vom Sarto-Verlag herausgegeben werden. Aller Voraussicht nach verzögert sich der Erscheinungstermin jedoch bis Anfang oder Mitte 2020.

Zuletzt war verlagsintern und in der Kommunikation mit dem Verlag das Missverständnis entstanden, ein solcher Anhang werde entgegen der ursprünglichen Ankündigung überhaupt nicht erscheinen, was die Sinnhaftigkeit der Schott-Erweiterung, die sehr zu begrüßen ist, ziemlich konterkariert hätte, da die erwähnten 23 Messformulare dann liturgisch weithin nicht hätten eingesetzt werden können.

Foto: Schott Römisches Messbuch – Logo – Bildquelle: Kathnews