Zentralrat der Muslime: Pegida sucht Sündenböcke

Ängste werden instrumentalisiert.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 17. Dezember 2014 um 14:06 Uhr
Sultan Ahmed Moschee

München (kathnews/KNA). Nach Ansicht des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, zeigt die Pegida-Bewegung die Angst der Menschen vor der Zukunft. Sie sorgten sich um ihren Arbeitsplatz und suchten dafür Sündenböcke, sagte Mazyek dem Bayerischen Rundfunk (BR) in München. Bewegungen wie Pegida versuchten, solche Ängste zu instrumentalisieren. Die Pflicht der Politik sei es deshalb, hier besser mit den Bürgern zu kommunizieren. Rechtsextremisten zeichneten immer wieder eine fremdenfeindliche Fratze Deutschlands, die gar nicht da sei. „Deutschland ist nicht so“, betonte Mazyek. Die Initiative „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) hat sich im Oktober in Dresden gegründet. In Dresden hatten laut Polizei zuletzt 10.000 Menschen an einer Demonstration teilgenommen. Bundesweit gibt es inzwischen mehrere Bündnisse, die sich an Pegida orientieren.

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Foto: Sultan Ahmed Moschee – Bildquelle: Dersaadet, Wikipedia