„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt…“

Protestanten erheben EintrittsgebĂĽhr fĂĽr Besuch eines Gotteshauses.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 17. Mai 2012 um 19:26 Uhr
St. Marienkirche, LĂĽbeck

Lübeck (kathnews). Wer die bekannte Lübecker Backsteinkathedrale St. Marien besuchen möchte, muss zahlen. Am 13. Mai veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung den Artikel „Zwangsgebühren für den Klingelbeutel“. Autor Frank Pergande berichtet in seinem Beitrag über den sogenannten „Marientaler“. Die ev.-luth. Mariengemeinde, welche knapp 2200 Mitglieder zählt, hatte nach vielen Debatten die Erhebung eines Eintrittsgeldes durchgesetzt. Wer den „Marientaler“ von zwei Euro zahlt, darf das gotische Gotteshaus auch von innen sehen.

Gemeindemitglieder sind selbstverständlich frei, nur Fremdbesucher müssen zahlen. Wer zum Beten kommt, ist von einer Zahlung befreit. Es stellt sich hier jedoch die Frage wie sich Beter und Besucher in der Praxis trennen lassen. Die Diskussion um den Eintritt war heftig und ist bis heute nicht aus der Welt. Eine Bilanz ergab zudem: Die Besucherzahl nimmt ab und auch die Spenden fallen kleiner aus. Einige Stadtführer haben die sehenswerte Marienkirche bereits aus dem Programm genommen. Im Kongress über Kirche und Tourismus in Hamburg waren die Theologen weitgehend einer Meinung: Der Marientaler gehört abgeschafft.

Foto: St. Marienkirche, LĂĽbeck – Bildquelle: Kathnews