„Wahre Freiheit ist Freiheit von Egoismus und Sünde“

Papst: Jesus nachzufolgen bedeutet einen unbequemen Weg zu gehen.
Erstellt von Radio Vatikan am 13. September 2015 um 16:23 Uhr
Christus Pantokrator

Vatikan (kathnews/RV). Jesus nachzufolgen bedeutet, einen unbequemen Weg zu gehen und nicht den des weltlichen Erfolgs. Daran hat Papst Franziskus an diesem Sonntag beim Angelus erinnert. „Weg mit dir, Satan!“ mit diesen harten Worten weist Jesus im Sonntagsevangelium Petrus, den ersten Papst, zurecht, weil dieser ihm vom Kreuzestod abbringen will: „Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ Das Kreuz der Nachfolge aufzunehmen, bedeutet, Jesus auf seinem Weg zu begleiten, was zu wahrer Freiheit führe, sagte Papst Franziskus: zur Freiheit von Egoismus und Sünde. „Es geht darum, die weltliche Mentalität klar abzulehnen, die das Ich und die Eigeninteressen in den Mittelpunkt der Existenz stellt, und stattdessen sein eigenes Leben für Christus und das Evangelium zu verlieren, um es erneuert, verwirklicht und wahr wieder zurück zu erhalten.“ Eine solche Haltung erfordere „eine starke Einheit mit Ihm, das aufmerksame und fleißige Hören seines Worte und die Gnade der Sakramente“, fuhr Franziskus fort.

Als Modell eines solchen selbstlosen Christentums besonders für Familien präsentierte der Papst den Südafrikaner Samuel Benedict Daswa, der an diesem Sonntag als erster Märtyrer seines Heimatlandes selig gesprochen wurde. Der schwarze Lehrer und Familienvater wurde 1990 im Alter von 44 Jahren wegen seiner Treue zum Evangelium ermordet. Daswa nahm in seinem Leben „mutig eine christliche Haltung ein und lehnte weltliche und heidnische Gewohnheiten ab“, würdigte Franziskus den neuen Seligen. Er gedachte zugleich vieler anderer christlicher Märtyrer unserer Tage und bat die Gläubigen auf dem Petersplatz, diesen Christen für ihr Zeugnis zu danken.

Foto: Christus Pantokrator – Bildquelle: Wikipedia/Zenodot Verlagsgesellschaft mbH