Unter Mariens Schutz und Schirm wieder auf Wallfahrt zum Apostel der Deutschen

Ein Kommentar von Clemens Victor Oldendorf.
Erstellt von Clemens Victor Oldendorf am 9. September 2019 um 21:18 Uhr
Hl. Gottesmutter Maria

Seit 2004 organisiert der deutsche Distrikt der Piusbruderschaft Anfang September alljährlich eine Wallfahrt nach Fulda, die Gläubige aus dem gesamten Bundesgebiet anzieht. Begründet wurde die Bonifatiuswallfahrt damals zur Erinnerung und Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens, welche die deutschen Bischöfe 1954 auf dem Domplatz zu Fulda feierlich vorgenommen hatten.

2019 markierte den von traditionstreuen Katholiken bitter empfundenen 50. Jahrestag der Promulgation des neuen Missale Romanum Pauls VI., und so stand die Veranstaltung heuer unter dem Motto: „Die Wiederbelebung der Christenheit durch Wiederherstellung der heiligen Liturgie“.

Hier lesen Sie die programmatische Eröffnungsansprache vom 7. September, die Dr. Florian Amselgruber zum Thema: „Warum katholische Familien sich auf den Weg zum überlieferten Ritus machen“ gehalten hat.

An Florian Amselgrubers Ausführungen fiel wohltuend auf, dass alle traditionsorientierten Katholiken sich angesprochen fühlen konnten, nicht die Gläubigen im engeren Umfeld der Priesterbruderschaft St. Pius‘ X. allein. Beim Redner handelt es sich übrigens um den Bruder des international renommierten, preisgekrönten Konzertorganisten Leonhard Amselgruber, der überdies selbst Priester der Priesterbruderschaft St. Pius‘ X. ist.

Während am ersten Tag der Wallfahrt sich 650 Personen eingefunden hatten, stieg die Zahl der Fulda-Pilger am Sonntag auf weit über 1000. Dafür wird nicht nur die wie in jedem Jahr seit 2004 zum Abschluss der Wallfahrt vorgenommene Erneuerung der Deutschlandweihe an Mariens mütterliches Herz ausschlaggebend gewesen sein, sondern auch eine gewisse Neugierde und der Wunsch, sich einen persönlichen Eindruck vom neuen deutschen Distriktoberen, Pater Stephan Pfluger FSSPX, zu verschaffen, der Zelebrant des sonntäglichen Levitenamtes war und dabei auch selbst gepredigt hat.

Bedauerlich bleibt es, dass der Piusbruderschaft in Fulda immer noch keine Kirche geöffnet wird, um ihre Wallfahrt durchzuführen, etwas, was in Lourdes und auch anderswo seit Jahren selbstverständlich ist.

Foto: Hl. Gottesmutter Maria – Bildquelle: Kathnews