Sie schenkten Gold, Weihrauch und Myrrhe

Modell einer mystagogischen Einführung zum Hochfest der Erscheinung des Herrn („Heilige Drei Könige").
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 5. Januar 2016 um 18:32 Uhr
Die Anbetung der Heiligen Drei Könige

Das Fest Epiphanie, Erscheinung des Herrn, ist das Fest des Lichtes, das zu Christus, dem „Licht der Völker“, hinführt. Der Stern, der die Weisen aus dem Morgenland zu Christus führte, steht für den Glauben, der in unseren Herzen leuchtet und durch den wir Christus finden. Im Glauben haben wir ihn bereits gefunden.

Die Weisen aus dem Morgenland schenkten dem neugeborenen König der Juden Gold, Weihrauch und Myrrhe. Wir bringen heute Gott in den Gaben von Brot und Wein Christus selber dar. In den verwandelten Gaben ist Christus gegenwärtig, der auf dem Alter geopfert und in der heiligen Kommunion als Speise genossen wird. Den Glanz des göttlichen Lebens sehen und empfangen wir verhüllt in den Gestalten der Eucharistie. So offenbart sich uns Christus heute und dürfen wir voll Vertrauen zu Gott beten, dass er uns „vom Glauben zur unverhüllten Anschauung“ seiner „Herrlichkeit“ führen möge.

Die mystagogische Einführung nimmt Bezug auf das Tages- und das Gabengebet.

Foto: Anbetung der Heiligen Drei Könige – Bildquelle: Albrecht Altdorfer (etwa 1480–1538)