Sexting und seine verheerenden Folgen

Jugendliche in den USA nehmen an Umfrage teil.
Erstellt von Felizitas Küble am 13. März 2014 um 22:05 Uhr
Skulptur

Frankfurt am Main (kathnews/CF/Kultur und Medien Online). Jugendliche verschicken oft und gerne Fotos über ihr Handy. Viele junge Menschen, die anzügliche Bilder versenden, scheinen sich über die Folgen nicht im klaren zu sein – oder es ist ihnen egal. Gerade diese Einstellung ist gefährlich, denn sobald ein Foto versendet wurde, verliert der Absender die Kontrolle darüber und es kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Empfänger kann das Bild kopieren, online veröffentlichen oder beliebig weitergeben. Doch selbst die, die sich der rechtlichen Konsequenzen bewusst sind, lassen sich dadurch nicht abschrecken und machen weiter mit dem sog. „Sexting“. Zu diesen Ergebnissen, die online in der Zeitschrift Archives of Sexual Behavior veröffentlicht sind, kommen Donald Strassberg von der University of Utah (US) und seine Kollegen. Zu den rechtlichen Konsequenzen kommen auch, dass die auf den Bildern abgebildeten Personen schwere psychische Schäden davon tragen können. Strassberg und sein Team unternahm mit 606 Schülern einer privaten High School im Südwesten der USA eine Untersuchung, um herauszufinden, wie verbreitet Sexting unter Heranwachsenden ist und wie bewusst oder ahnungslos sie im Hinblick auf mögliche Folgen sind.

Die Jugendlichen mussten dazu einen Fragebogen ausfĂĽllen, in dem sie ihre Erfahrungen mit Sexting und die aus ihrer Sicht möglichen Folgen beschrieben. Die Studenten wurden zudem ĂĽber ihre GefĂĽhle beim Versenden von sexuell eindeutigen Bildern befragt. Beinahe 20 Prozent der SchĂĽler, einige erst im Alter von 14 Jahren, gaben an, dass sie solche Fotos von sich selbst ĂĽber Handy gesendet haben – und beinahe doppelt so viele sagten, dass sie ein sexuell eindeutiges Bild erhalten haben. Von denen, die ein Bild empfangen haben, gaben ĂĽber 25 Prozent an, dass sie es andere weitergeleitet haben. Ăśber ein Drittel derjenigen, die ein Bild versendet haben, gaben an, dass sie sich möglicher juristischer und sonstiger Konsequenzen bewusst waren. Studenten, die selbst Bilder ĂĽber Handy verschickt haben, fanden dies eher akzeptabel als andere, die das noch nicht getan hatten. Die Autoren fassen zusammen: „Die Resultate sprechen fĂĽr erzieherische MaĂźnahmen wie Vorträge zur Sicherheit von Handys oder Aufklärungstage. Sie sollten auch in die Lehrpläne einflieĂźen und es sollte Lehrerfortbildungen geben, um das Bewusstsein ĂĽber die möglichen Konsequenzen von Sexting unter jungen Menschen zu schärfen.“

Textquelle: Christliches Forum sowie Kultur und Medien Online

Foto: Skulptur – Bildquelle: Andreas Gehrmann

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