Seminargemeinschaft der Piusbruderschaft feierte Einkleidung, Tonsur und die Niederen Weihen

Neun Alumnen zu Ostiariern, Lektoren, Exorzisten und Akolythen geweiht.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 18. Februar 2014 um 12:41 Uhr
Tonsur bei der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Zaitzkofen (kathnews/pius.info). Am Samstag, dem 1. Februar und am darauf folgenden Sonntag, dem Fest Mariä Lichtmess, feierte die Seminargemeinschaft von Zaitzkofen die Einkleidung von vier Seminaristen, die Tonsur für sechs und die Niederen Weihen von neun Alumnen zu Ostiariern, Lektoren, Exorzisten und Akolythen. Neun Seminaristen wurden im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamts von Bischof Bernard Fellay, dem Generaloberen, zu Ostiariern, Lektoren bzw. Exorzisten und Akolythen geweiht. Der Regens des Seminars, Pater Franz Schmidberger, rief sodann die Weihekandidaten einzeln bei ihrem Namen, die daraufhin ihr „Adsum“ – „Ich bin bereit“ sprachen und vor den Altar traten, um diese heiligen Weihen zu empfangen. Der Prediger forderte von den Weihekandidaten, zu beten um die Gnaden der Treue, des apostolischen Eifers, der Demut, Einfachheit und der Würde, um selbst „Lumen ad revelationem gentium“ – „Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden“ werden zu können.

Am Lichtmesstag sind vier junge Männer nach Kerzenweihe und Lichterprozession an den Altar getreten, um sich von dieser Welt loszusagen und ihrem Bischof Glaubenstreue, Gehorsam und Reinheit an Leib und Seele zu geloben. Sie erhielten von ihm die Soutane, das Gewand des Klerikers, und das Kreuz der Nachfolge Christi. Beim Pontifikalamt wertete der Bischof die Soutane als stille Predigt, als Glaubensakt, als Glaubensbekenntnis und Lossagung von der Welt. So sei das Kleid des Klerikers ein Kennzeichen für die Welt, dass ein Mensch sich ganz Gott geweiht hat. Ehrfurcht und Achtung werde den künftigen Priestern, welche die Soutane tragen, entgegengebracht. Sechs junge Männer erhielten die Tonsur, in der der Bischof Haarbüschel in Kreuzesform herausschneidet. Die Kandidaten verzichten auf diese Welt und treten als Kleriker, das heißt von der Welt Abgeschiedene, in den besonderen Dienst Gottes und der Kirche ein. Im jeweils anschließenden festlichen Mittagessen mit Musikeinlagen brach die Freude der Familien der Weihekandidaten und der zahlreichen Gäste aus nah und fern durch. Die Kirche lebt in ihrer alterwürdigen Tradition weiter: Junge Männer steigen Schritt für Schritt die Stufen zum Altar Gottes hinauf. Das immerwährende Opfer unserer Altäre wird nicht erlöschen. Der Charakter des Seminars als Hafen der Freude, des Friedens und des inneren Glücks, als eine Oase inmitten einer verwirrten und sturmbewegten Welt wurde jedermann sichtbar.

Textquelle: Homepage der Piusbruderschaft

Foto: Tonsur bei der Piusbruderschaft – Bildquelle: pius.info / Seminar Photodienst