Seligsprechung im Aachener Dom

Die Aachener OrdensgrĂŒnderin Clara Fey wird am Samstag, 5. Mai, in Aachen seliggesprochen. Die Feierlichkeiten beginnen um 10 Uhr im Aachener Dom. Zelebriert wird das Pontifikalamt von Angelo Kardinal Amato, dem PrĂ€fekten der Kongregation fĂŒr Selige und Heilige.
Erstellt von Radio Vatikan am 7. Februar 2018 um 22:38 Uhr
Aachener Dom

Rom/Aachen (kathnews/VN). „Clara Fey hat ihr Leben den SchwĂ€chsten der Gesellschaft gewidmet, den Kindern, die in der frĂŒhen Industrialisierung des 19. Jahrhunderts weitgehend sich selbst ĂŒberlassen blieben“, sagt der Aachener Bischof Helmut Dieser. „Ihr Wirken ist Sinnbild gelebter NĂ€chstenliebe. Bis heute versammeln sich viele Schwestern in ihrem Geist.“

“Drei selige Schulfreundinnen”

Dieser macht auch auf ein interessantes Detail aufmerksam. „Ich freue mich sehr, dass mit ihrer Seligsprechung dann drei Schulfreundinnen derselben Aachener Lehrerin Luise Hensel Selige des Himmels sein werden: Franziska Schervier, Pauline von Mallinckrodt und Clara Fey.“

Die Seligsprechung Clara Feys ist die erste, die im Bistum Aachen stattfindet.  Vor rund einem Jahr hatte Papst Franziskus das entsprechende Dekret autorisiert. Zur Seligsprechung ihrer OrdensgrĂŒnderin werden mehrere hundert Schwestern und GĂ€ste aus der ganzen Welt in Aachen erwartet. Aufgrund des erwarteten Interesses wird der feierliche Gottesdienst auf den Aachener Katschhof ĂŒbertragen. Einen Live-Stream gibt es zudem im Internet geben.

“Bleibt in mir”

Clara Fey wurde am 11. April 1815 in Aachen geboren und grĂŒndete 1844 zusammen mit drei WeggefĂ€hrtinnen die Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Ihr Leitwort war das Wort aus dem Johannesevangelium „Manete in me“ („Bleibt in mir“). Sie starb am 8. Mai 1894 in Simpelveld (Niederlande), wohin 1878 das Generalmutterhaus aufgrund des Kulturkampfes in Deutschland offiziell verlegt worden war. Im Jahr 2012 wurden die sterblichen Überreste Mutter Claras von Simpelveld nach Aachen ĂŒbertragen. Die Generalleitung hat seitdem auch wieder ihren Sitz im ehemaligen Mutterhaus in der Jakobstraße.

GegenwĂ€rtig gibt es Schwestern der Kongregation in Österreich, Belgien, Kolumbien, Deutschland, Spanien, Frankreich, England, Indonesien, Lettland, Luxemburg, in den Niederlanden und Peru. Zurzeit sind es etwa 450 Schwestern, die ihre apostolische Arbeit in KindergĂ€rten, Grund- und Realschulen, Gymnasien, in Katechese, Gemeinde- und Familienpastoral, bei Immigranten, Arbeits- und Obdachlosen, in Gesundheitszentren, ArmenkĂŒchen sowie anderen AktivitĂ€ten, in denen sie vorwiegend arme Menschen betreuen, ausĂŒben.

Fotos: Aachener Dom – Bildquelle: Kathnews

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