Scheinbar barmherzig, in Wirklichkeit ein Widerspruch

Bonner Professor schließt Segnungen von homosexuellen Paaren aus.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 8. Januar 2021 um 12:13 Uhr
Hochzeitsbank

Bonn/Würzburg (kathnews). Der katholische Dogmatiker Karl-Heinz Menke hält Segnungen für homosexuelle Paare für ausgeschlossen. Das geht aus einem in der kommenden Ausgabe der katholischen Wochenzeitung „Tagespost“ veröffentlichten Gutachten für das Ordinariat des Bistums Limburg hervor. Der Limburger Bischof Bätzing hatte Überlegungen in Richtung einer Segnung unter anderem homosexueller Paare angestellt.

Ohne die ethische Intention und und Zugehörigkeit homosexueller Paare zur Kirche bewerten zu wollen, stellte Prof. Menke doch klar, dass das Handeln der Kirche, „wo immer die Kirche öffentlich handelt“, „ihrem Selbstverständnis entsprechen“ müsse. „Die Kirche darf und kann auch im Einzelfall nicht das Gegenteil von dem tun, was sie dogmatisch und kirchenrechtlich für verbindlich erklärt hat“, erklärte der Bonner Theologe. „Die Kirche muss dem Zeitgeist gerade da widerstehen, wo gesellschaftliche Plausibilitäten einfordern, was angeblich barmherzig, in Wahrheit aber selbstwidersprüchlich ist“, zitiert die Zeitung Prof. Menke.

Foto: Hochzeitsbank – Bildquelle: Alexander Hauk / www.bayern-nachrichten.de

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