Rücktritt von Jürgen Trittin gefordert

Pressemitteilung der Betroffenen-Initiative „NetzwerkB”.
Erstellt von Felizitas Küble am 16. September 2013 um 22:35 Uhr
Reichstag in Berlin

Berlin/Göttingen (kathnews/CF). Am 16. September 2013 berichten die Parteienforscher Franz Walter und Stephan Klecha in einem Gastbeitrag in der „taz“ über die kommunale Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL) in Göttingen: „Die Göttinger AGIL plädierte 1982 im Programmabschnitt ‚Lesben und Schwule‘ ganz auf der Linie des Grünen-Grundsatzprogramms auf Bundesebene für eine strafrechtliche Freistellung von sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen, die nicht unter Anwendung und Androhung von Gewalt zustande kamen.“ Über Jürgen Trittins Verantwortung berichten die Wissenschaftler: „Er ist als eines von fünf Mitgliedern der Schlussredaktion aufgeführt, nur hinter Trittins Namen steht in Klammern V.i.s.d.P. – die Abkürzung für ‚Verantwortlich im Sinne des Presserechts‘.“ Wir als Betroffene von sexualisierter Gewalt halten solche Personen wie Trittin für untragbar. Wir fordern den sofortigen Rücktritt von Trittin aus der Politik.

Ein Rückblick auf das Jahr 2013:

Daniel Cohn-Bendit schwärmte über viele Jahre hinweg „fiktiv“ über sexuelle Handlungen mit Kindern – bisher ohne Konsequenzen. Er bekommt Orden und Auszeichnungen und steht in hoher Position im Europaparlament. Volker Beck arbeitete offen den pädokriminellen Interessen zu. Das blieb bisher ohne Konsequenzen. Jerzy Montag und Christian Ströbele fordern vehement auch heute noch, das Inzestverbot zu kippen. Allesamt können sie in der Prostitution keine sexualisierte Gewalt erkennen als Teufelskreis von Ursache und Wirkung, sondern nur “ehrlich verdientes Geld”

Täter und Schreibtischtäter:

Es zeichnen sich Vernetzungen von Tätern und Schreibtischtätern ab. Das erstreckt sich vom Bundeskriminalamt (Affäre Michael C. Baurmann), über den Kinderschutzbund (Affäre Walter Bärsch), bis hin zur Humanistischen Union (HU). Auch die HU arbeitete eng mit der „Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität“ (AHS) zusammen, die 1982 aus der „Deutschen Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie“ (DSAP) hervorging. Die Humanistische Union, 1961 in München gegründet, verstand sich als Intelligenzlerverein, in dem Politiker, Juristen, Ärzte, Theologen und andere unter sich waren; schon ab 1963 setzte man sich in Seminaren für sexuelle Aufklärung und Reformen ein. Aus den Reihen der pädophilen AHS kamen Forderungen wie „Gleichberechtigte, einvernehmliche und verantwortliche sexuelle Handlungen dürfen – weil sie nicht schädigen – auch zwischen Erwachsenen und Kindern nicht mehr strafbar sein.“

„Humanistische Union” auf Abwegen:

Noch im Juni 2000 verfaßte der Vorstand der Humanistischen Union eine „Erklärung des Bundesvorstandes der Humanistischen Union zum Sexualstrafrecht“, die Pädophile und Päderasten zu Opfern einer „moralischen Panik“ stilisierte. Der Vorstand der HU lässt sich vom Beirat beraten, in dem sich Volker Beck, Renate Künast, Claudia Roth und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wiederfinden. Die HU hatte unter Schröder und wieder unter Merkel das Justizministerium sozusagen gut im Griff. Im Jahre 2004 distanzierte man sich in der HU offiziell von der AHS, nachdem es zu Hausdurchsuchungen und Ermittlungsverfahren gegen Pädophile aus diesen Kreisen in München gekommen war. Dabei soll es auch zu zu einer Razzia in den Räume des Bildungswerks der HU gekommen sein, in denen sich die Gruppe traf. Im Beirat befinden bzw. befanden sich aber auch heute noch Fritz Sack, Soziologieprofessor und Kurator der „Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität”. Oder Rüdiger Lautmann, emeritierter Sexualwissenschaftler, Homosexuellen-Aktivist und Verfasser des Buches „Die Lust am Kind“, sowie der Sexualwissenschaftler Helmut Kentler (†). Im Beirat der HU befindet sich auch Prof. Hartmut von Hentig, Lebenspartner des Schulleiters Gerold Beckers, der beim sexuellen Missbrauch in der Odenwaldschule zu den Haupttätern zählte. Pro familia unterstützte noch 1997 die Thesen von Kentler: „Kinder haben ein Recht auf Sexualität mit Erwachsenen, aber Erwachsene haben kein Recht auf Sexualität mit Kindern.“ Lautmann unterstützte pro familia, das noch eine ganze Weile Texte verbreitete wie „Werden solche Beziehungen von der Umwelt nicht diskriminiert, dann sind um so eher positive Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung zu erwarten, je mehr sich der Ältere für den Jüngeren verantwortlich fühlt.“ Wir sagen: Sofort Schluss damit! Deckt den pädokriminellen Filz endlich auf und zieht Konsequenzen! Wir Betroffene von sexualisierter Gewalt wollen von solchen Menschen nicht vertreten werden!

www.netzwerkB.org

Foto: Reichstag in Berlin – Bildquelle: Michael J. Zirbes