„Querida Amazonia“ bremst Reformprozess

Münsteraner Dogmatiker: Reformprozess in Deutschland zum Teil hinfällig.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 18. Februar 2020 um 15:00 Uhr
Papst Franziskus

Köln (kathnews). Wie sein Münsteraner Kollege Thomas Schüller (Kirchenrechtler) so muss nun auch der Münsteraner Dogmatiker Michael Seewald nach dem postsynodalen Schreiben „Querida Amazona“ eingestehen, dass der Reformprozess durch den Synodalen Weg in Deutschland durch Papst Franziskus gebremst worden ist. Mit dem Schweigen des Papstes zu viri probati und seinem Nein zur Klerikalisierung von Frauen seien zwei der vier Foren des Synodalen Weges „bereits erledigt, bevor sie ihre Arbeit begonnen haben“, zitiert ihn katholisch.de, das sich auf ein Interview im Kölner Stadtanzeiger beruft.

„Für Frauen wird sich in der Kirche nichts zum Besseren wenden, und Veränderungen an der ehelosen Lebensform der Priester wird es auf absehbare Zeit nicht geben“, sagte Seewald. Man versuche, die Menschen an einer Zukunftsvision mitarbeiten zu lassen, um ihnen das Gefühl zu geben, etwas zu bewirken. „Irgendwann ist dieses Spiel von Ankündigung, Hoffnung, Enttäuschung und neuer Ankündigung aber ausgespielt“, wird Seewald zitiert. Seewald meinte, der neue Vorsitzender der DBK werde tragischer Held des Synodalen Weges, wenn er sich für die Beschlüsse engagiert und dann in Rom damit scheitere.

Foto: Papst Franziskus – Bildquelle: Kathnews

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