Papst weitet Finanzkontrolle im Vatikan aus

Motu Proprio gegen GeldwÀsche und Terrorfinanzierung.
Erstellt von Radio Vatikan am 8. August 2013 um 15:19 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/RV). Im Kampf gegen GeldwĂ€sche und Terrorfinanzierung stĂ€rkt Papst Franziskus die zustĂ€ndigen Behörden des Vatikan: In einem an diesem Donnerstag unterschriebenen und bekannt gegebenen Motu Proprio setzt er einige konkrete Maßnahmen um. Ziel dieses Rechtstextes ist es vor allem, das Bekenntnis des Vatikan im Einsatz gegen GeldwĂ€sche zu bestĂ€tigen und dem konkrete und administrative Schritte folgen zu lassen. So erweitert der Papst die Anwendung bestehender Gesetze des Vatikans auf alle Behörden und alle Organisationen, die ihren Sitz im Vatikan haben. Zweitens stĂ€rkt der Papst die Aufsichts- und Regelungsfunktion der Finanzaufsichtsbehörde AIF (AutoritĂ  di Informazione Finanziaria). Der Papst nimmt eine Kritik und Empfehlung des Moneyval Komitees des Europarates auf und weitet die Befugnisse der AIF erheblich aus, sie ist nun eine allgemeine Finanzaufsicht und nicht mehr nur auf GeldwĂ€sche und Terrorfinanzierung beschrĂ€nkt. Damit nimmt sie eine internationalen und nationalen Aufsichtsbehörden vergleichbare Position ein. Drittens etabliert das Motu Proprio ein Komitee fĂŒr Finanzsicherheit, das die zustĂ€ndigen Behörden des Heiligen Stuhles und des Staates der Vatikanstadt auf dem Gebiet der GeldwĂ€schebekĂ€mpfung koordinieren soll. Sieben Mitglieder reprĂ€sentieren alle Institutionen, die in den Kampf gegen GeldwĂ€sche einbezogen sind: So etwa die AIF und das Staatssekretrariat, der Staatsanwalt und die vatikanischen Sicherheitsbehörden. All dies sind notwendige Schritte auf dem Weg zu dem transparenten und anerkannten Finanzsystem, zu dem sich der Vatikan verpflichtet hat. Papst Franziskus setzt damit die Linie von Papst Benedikt XVI. fort, die dieser ebenfalls in einem Motu Proprio Ende 2010 begonnen hatte.

Foto: Petersdom – Bildquelle: Wolfgang Stuck

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