Papst-Umgang mit Tebartz-van Elst hat Modellcharakter

ZdK-Präsident Alois Glück im Gespräch mit der Münchner Kirchenzeitung.
Erstellt von Katholische Nachrichten-Agentur am 6. November 2013 um 08:54 Uhr
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München (kathnews/KNA). Der Umgang von Papst Franziskus mit dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat nach Ansicht von Alois Glück Modellcharakter auch für andere Fälle. „Zuerst alle Beteiligten hören, die Fakten klären und dann entscheiden – das ist die richtige Reihenfolge“, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) der „Münchner Kirchenzeitung“. So sollte es auch mit anderen Verfahren in der Kirche gehalten werden. Als Beispiel nannte Glück etwa Prüfungsverfahren gegenüber Professoren, Priestern oder anderen: „Im Hinblick auf Transparenz und Gewaltenteilung haben wir in unserer Kirche Nachholbedarf.“ Auf die Laien sieht der ZdK-Präsident weitere Aufgaben zukommen. So habe Papst Benedikt XVI. erklärt, dass die Laien künftig nicht mehr nur Mitarbeiter des Klerus, sondern Mitverantwortliche für die Sendung und den Weg der Kirche sein müssten. „Das heißt auch, dass die Laien nicht nur als Kritiker auftreten, sondern auch Verantwortung übernehmen.“ Dafür müssten ihnen aber entsprechende Mitwirkungsmöglichkeiten gegeben werden. Nach Ansicht von Glück ist gründlich zu hinterfragen, wo das hierarchische Prinzip im Sinne des geistlichen Auftrags wichtig und wo mehr Partnerschaft gefragt sei. Das Modell dafür seien nicht demokratische Strukturen im staatsrechtlichen Sinne, sondern die synodalen Strukturen, wie sie die Kirche in der Tradition kenne, betonte der ZdK-Präsident.

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