Papst ruft zum Gebet für Lourdes und die Synode auf

Zugang zu den heiligen Stätten kurzzeitig wegen Überschwemmung geschlossen.
Erstellt von Radio Vatikan am 22. Oktober 2012 um 08:58 Uhr

Vatikan (kathnews/RV). Beim Angelus-Gebet äußerte sich der Papst besorgt über die Überschwemmungen im französischen Pilgerort Lourdes. Das Hochwasser des Flusses Gave de Pau hat inzwischen auch die Mariengrotte des bekannten Wallfahrtsortes erreicht, an dem 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous die Muttergottes erschienen sein soll. Am Samstag musste sogar der Zugang zu den heiligen Stätten des Wallfahrtsbezirks geschlossen werden. Weiter rief der Papst zum Gebet für Missionare, Priester, Schwestern und Laien auf, die weltweit im Bereich der Mission tätig sind. Und er bat um das Gebet der Gläubigen für die laufende Bischofssynode zur Neuevangelisierung im Vatikan.

Nach dem Angelus-Gebet wandte sich Benedikt XVI. in verschiedenen Sprachen an die Delegationen, die zur Heiligsprechung nach Rom gekommen waren. Für die Heiligsprechung von Anna Schäffer waren aus Regensburg der Diözesanadministrator Wilhelm Gegenfurtner sowie das gesamte Domkapitel angereist. Der Freistaat Bayern wurde vertreten durch Europaministerin Emilia Müller und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU). Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sowie die Bischöfe Gregor Maria Hanke aus Eichstätt und Frantisek Radkovsky aus Pilsen, dem tschechischen Partnerbistum Regensburgs, waren anwesend. Benedikt XVI. sagte auf Deutsch:

„In das Herz Gottes hineinschauen, das hat die heilige Anna Schäffer in ihrer ,Leidenswerkstatt‘ gelernt. Dabei durfte sie erkennen, dass die Liebe Gottes einen Trost gibt, der noch größer wird, wenn man ihn auch anderen schenkt. Die neuen Heiligen mögen uns durch ihr Vorbild und ihre Fürsprache im Glauben stärken und helfen, dass auch wir Zeugen und Verkünder des Evangeliums sind.“

Foto: Papst Benedikt XVI., Angelusgebet – Bildquelle: Andreas Gehrmann