Papst Franziskus: „Nein zur Gender-Ideologie“

Bischöfe von Puerto Rico zum Ad limina-Besuch im Vatikan.
Erstellt von Radio Vatikan am 9. Juni 2015 um 11:50 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/RV). Gender Ideologien gefährden die Schönheit der Ehe. Darauf hat Papst Franziskus in einer Rede an die Bischöfe von Puerto Rico hingewiesen, die an diesem Montag zum Ad limina-Besuch im Vatikan waren. Franziskus übergab den vorbereiteten Redetext. Große Teile des Textes widmeten sich der Familienpastoral. Franziskus lud die Bischöfe laut Redetext dazu ein, Distanz zu Ideologien zu nehmen, die die traditionelle Familie untergraben. Die „Ergänzung“ von Mann und Frau sei der Gipfel der göttlichen Schöpfung, und diese Verbindung werde von der Gender-Ideologie – im Namen einer angeblich freieren und besseren Gesellschaft – hinterfragt.

Unterschiede zwischen Mann und Frau dürften nicht Unterdrückung oder Konkurrenzverhalten, sondern müssten der Gemeinschaft und der Fortpflanzung dienen, so Franziskus. Das Sakrament der Ehe als größter Schatz der lateinamerikanischen Völker müsse geschützt werden, die Familienpastoral vor Hintergrund der „großen sozialen Problemen“ gefestigt werden. Der Papst nannte hier u.a. die schwierige wirtschaftliche Lage des Landes, die Migration, häusliche Gewalt, Arbeitslosigkeit, Drogenhandel und Korruption. Und er rief die Bischöfe dazu auf, nicht zu vergessen, an die „Peripherien“ zu gehen und dort Bedürftigen zu dienen.

Foto: Petersdom – Bildquelle: Kathnews, M. Bürger