Papst: „Der Leib muss mitbeten“

Heiliger Vater erinnert bei Generalaudienz an die Formen des Betens.
Erstellt von Radio Vatikan am 9. August 2012 um 10:15 Uhr
Papst Benedikt XVI.

Castelgandolfo (kathnews/RV). Beim Beten ist auch die körperliche Haltung wichtig: Das meinte Papst Benedikt XVI. an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz in seiner Sommerresidenz Castelgandolfo. Benedikt bezog sich auf den heiligen Dominikus, dessen Fest die Kirche an diesem Mittwoch feiert: Der Gründer des Dominikanerordens lehre, dass die beim Beten eingenommene Haltung „nicht sekundär“ sei: Sie helfe dabei mit, sich zu Gott „in Beziehung zu setzen“:

„Der heilige Dominikus … war ein Mann des Gebets. Es heißt von ihm, dass er, wenn redete, entweder mit Gott oder von Gott redete, und dass für ihn Betrachtung und Apostolat ganz ineinander gingen. Die Formen des Betens, die von ihm überliefert werden, zeigen, wie wichtig dabei auch die körperliche Haltung ist. Sitzen, stehen, knien, auf den Herrn hinschauen, sich sammeln: Der Leib muss mitbeten und es braucht eine Umgebung der Stille für eine rechte Sammlung. Die Beziehung zu Gott im Gebet stärkt unseren Glauben und gibt uns auch Kraft, den Herausforderungen des Alltags standzuhalten. Bemühen wir uns deshalb jeden Tag um Zeiten des Gebets. Von Herzen segne ich euch alle!“

Foto: Papst Benedikt XVI. – Bildquelle: Fabio Pozzebom/ABr