Papst dankt Kardinal Müller

Papst Franziskus bedankte sich bei Kardinal Müller für dessen Kommentar zum Nachsynodalen Schreiben „Querida Amazonia“.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 16. Februar 2020 um 19:57 Uhr
Kardinal Müller

Vatikan (kathnews/domradio). Nach Auskunft des Domradio Köln hat Papst Franziskus Kardinal Müller, den er mit „Lieber Mitbruder“ anredet, in einem Brief für seinen Kommentar zum Postsynodalen Apostolischen Schreiben „Querida Amazonia“ ausdrücklich bedankt.

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation hatte sowohl in der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ also auch auf der US-amerikanischen Website „National Catholic Register das jüngste Schreiben des Papstes als ein Dokument der Versöhnung bezeichnet. Statt umstürzender Konsequenzen biete der Papst Hilfen an, den gesamten synodalen Prozess kreativ und fruchtbar zu rezipieren. „Querida Amazonia“ könne „die versöhnende Wirkung haben, innerkirchliche Parteibildungen, ideologische Fixierungen und die Gefahr einer inneren Emigration oder des offenen Widerstands abzubauen“, erklärte der angesehene und geschätzte Kurienkardinal in einem Interview der Tagespost.

„Der Nachfolger Petri möchte alle Menschen guten Willens für eine positive Entwicklung der Amazonas-Region gewinnen. Die dort lebenden Menschen sollen die  aufbauende und einende Kraft des Evangeliums und internationale Solidarität erfahren“, so Kardinal Müller. Papst Franziskus „betone die christologische Mitte der Kirche und den universalen Missionsauftrag, um jeden Gedanken einer Reduktion der Kirche auf eine politische oder humanistische Organisation nach der Art einer NGO den Boden zu entziehen, hebt Müller hervor“. Schließlich sehe der Papst die Antwort auf den Priestermangel im Amazonasgebiet nicht in der Weihe von viri probati.

Foto: Kardinal Müller – Bildquelle: M. Bürger, kathnews.de