Ostkirchen-Patriarchen erwarten deutlichere Stellungnahmen gegen die ISIS

Kritik an westlichen Aufnahme-Angeboten fĂŒr FlĂŒchtlinge.
Erstellt von Felizitas KĂŒble am 10. August 2014 um 13:28 Uhr

Dimane (kathnews/CF/Fidesdienst). „Christen und Muslime mĂŒssen gemeinsam gegen den religiösen Extremismus vorgehen, damit es fĂŒr die kĂŒnftigen Generationen einen von dieser Plage freien Nahen Osten gibt”, erklĂ€ren die Patriarchen der katholischen und orthodoxen Ostkirchen am Rande ihrer Versammlung mit maronitischen Patriarchat in Dimane (Nordlibanon). Nach der Vertreibung von ĂŒber 100.000 Christen aus der Ninive-Ebene durch die KĂ€mpfer der ISIS bzw. des islamischen ‘Kalifats’ Ă€ußern sich die Patriarchen „entsetzt” im Hinblick auf „die verheerende Entwicklung mit religiösem Hintergrund, die ihresgleichen in der Geschichte sucht“.

In einer gemeinsamen Verlautbarung fordern sie Muslime und Christen auf, entschlossen gegen die Ereignisse in der Ninive-Ebene vorzugehen und Maßnehmen gegen die Diskriminierung religiöser Minderheiten auf den Weg zu bringen. Die Patriarchen beklagen, dass Stellungnahmen von „islamischer, arabischer und internationaler Seite” bisher „schĂŒchtern und unzulĂ€nglich” waren und erklĂ€ren, dass europĂ€ische Regierungen „zu einer Zuspitzung der Lage beitragen, indem sie Christen zur Auswanderung auffordern und ihnen Schutz anbieten”. Solche Angebote lehnen die Patriarchen kategorisch ab. Die OberhĂ€upter der Ostkirchen appellieren deshalb auch an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der Bitte um eine Resolution im Hinblick auf die RĂŒckgabe von beschlagnahmten Wohnungen und GĂŒtern an Iraker.

Textquelle: Christliches Forum und Fidesdienst

Foto: Orthodoxe Kirche – Bildquelle: Andreas Gehrmann

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