Ostbischöfe begrüßen Ökumenebewegung

Organisatorische Einheit ohne klare Verständigung über grundsätzliche Lehrfragen.
Erstellt von Radio Vatikan am 11. September 2012 um 23:13 Uhr

Magdeburg (kathewns/RV). Verschiedene Bischöfe aus den neuen Bundesländern haben den Aufruf „Ökumene jetzt“ von hochrangigen Vertretern aus Politik und Gesellschaft begrüßt. Er mache deutlich, wie groß das Interesse daran ist, Beziehungen zwischen den Konfessionen zu vertiefen, heißt es in der am Montag veröffentlichten Erklärung. Damit hätten Christen aus Politik und Gesellschaft gezeigt, dass „ihnen Ökumene eine Herzensangelegenheit“ sei. Unterzeichnet ist das Schreiben von der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, dem katholischen Magdeburger Bischof Gerhard Feige und dem Kirchenpräsidenten der evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig.

Zugleich bemängelten die Kirchenvertreter, dass „die Einheit vorrangig als organisatorische Einheit ohne eine klare Verständigung über grundsätzliche Lehrfragen gesehen wird“. Einheit zeige und erweise sich als „großer Wert auch darin, dass Christen verschiedener Konfessionen gemeinschaftlich durch Wort und Tat das Evangelium in unserer Gesellschaft bezeugen“. Ökumene konkretisiere sich vor allem in der Begegnung. Dabei gebe es noch viele neue Felder zu erschließen.

Foto: Gewölbe – Bildquelle: Andreas Gehrmann