Nun ist es erst amtlich: Köln hat einen neuen Erzbischof

Papst Franziskus ernannte Kardinal Rainer Maria Woelki zum Nachfolger von Erzbischof Kardinal Joachim Meisner auf dem Bischofsstuhl des heiligen Maternus.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 11. Juli 2014 um 12:21 Uhr
Kardinal Woelki

Vatikan/Köln (kathnews). Um 12:00 Uhr gab der Kölner Dompropst Norbert Feldhoff im Auftrag des Apostolischen Stuhles den Namen des neuen Erzbischofs von Köln bekannt. Papst Franzikus hat den Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki zum Nachfolger von Kardinal Joachim Meisner ernannt. Im Vorfeld hatten bereits Medien den Namen vernommen und veröffentlicht, darunter sogar katholische Zeitungen und Internetportale.

Bis zur Inbesitznahme noch keine Hirtengewalt für das Erzbistum Köln

Mit der Ernennung zum Erzbischof hat Kardinal Woelki noch keine Rechte und Pflichten, die das neue Amt mit sich bringt. Dazu bedarf es erst der kanonischen Inbesitznahme des erzbischöflichen Stuhles. Erst dann verfügt der Neuerannte über die für die bischöfliche Hirtensorge erforderliche Hirtengewalt (Jurisdiktion/Kirchengewalt) (ius in re). Durch die Ernennung hat der Neuernannte wohl ein Recht auf das Amt bzw. die Amtsübernahme (ius ad rem). Erst wenn bei der Feier der Inbesitznahme („Amtseinführung“) dem Domkapitel die lateinische Ernennungsurkunde des Papstes gezeigt worden ist, ist der ernannte Erzbischof von Köln mit allen Rechten und Pfichten. In diesem Augenblick verliert der heutige Diözesanadminsitator erst sein Amt. Bis zur Inbesitznahme des erzbischöflichen Stuhles leitet der Diözesanadministrator unverändert die Diözese. B

Vakanz bis zum 20. September 2014

Die kanonische Inbesitznahme des neuen Erzbischofs von Köln erfolgt am 20. September 2014 mit einem festlichen Gottesdienst um 10.30 Uhr im Kölner Dom. Anschließend besteht Gelegenheit zur Begegnung. Bis zur Amtseinführung bleibt die Kölner Erzdiözese vakant.

Direktor des Collegium Albertinum in Bonn

Rainer Maria Woelki wurde 1956 geboren und 1985 zum Priester geweiht. Nach Studien in Rom (an der Opus-Dei-Universität Santa Croce), der Priesterweihe, und pastoralen Jahren in Neuss und Ratingen wurde er Privatsekretär seines Vorgängers Joachim Kardinal Meisner, danach 1997 Direktor des Theologenkonviktes „Collegium Albertinum“ in Bonn. 2000 wurde er in Rom zum Doktor der Theologie promoviert. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn zum Erzbischof von Berlin und kreierte ihn später zum Kardinal.

Foto: Kardinal Woelki – Bildquelle: Martin Lohmann / LohmannMedia

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