Neues Dubium im Vatikan vorgelegt

Liegt in Deutschland ein Schisma nach can. 751 vor? Mit dieser Frage haben sich besorgte Katholiken an den Vatikan gewendet.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 2. Juni 2021 um 21:01 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews). Nach Angaben der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ haben Katholiken aus Deutschland ein sogenanntes Dubium an den Vatikan gerichtet. In Erinnerung ist noch das Dubium mit der Frage nach der Möglichkeit der Segnung homosexueller Beziehungen. Diesmal geht es ans Eingemachte, nämlich um die Frage, ob in Deutschland ein Schisma vorliegt. Besorgte kirchentreue Katholiken möchten angesichts der nicht nachlassenden Diskussion um das Priestertum der Frau, verbotener Segnung homosexueller Beziehungen, Interkommunion und Predigten von Laien in der Eucharistiefeier Klarheit, wie es möglich ist, dass eine Ortskirche sich vom Glauben der Kirche entfernt hat, ohne schismatisch zu sein.

Dubium schon lange überfällig

„GefĂĽhlt kann das so sein, wenn in der Diskussion und auf dem synodalen Weg das Amt, die Sexualmoral und nicht zuletzt die Sakramente immer weiter dekonstruiert und dem Zeitgeist angepasst werden“, schreibt Peter Winnemöller in dem Beitrag der „Tagespost“, fĂĽr den die Anfrage schon lange ĂĽberfällig gewesen ist. „Es könnte hilfreich sein, wenn das Beispiel Schule macht, denn Rom zeigt sich erstaunlich geduldig mit Bischöfen, die offen die Frauenweihe fordern, eine Ă„nderung der Sexualmoral anstreben und beinahe unverhohlen mit blumigen Worten eine Segnung fĂĽr alle und alles befĂĽrworten. Im Elfenbeinturm synodaler Prozesse mag das ja nett sein“, so Winnemöller weiter. „In Rom nachzufragen und die strittigen Punkte aus Sicht der Gläubigen zu benennen“, könne  „dazu beitragen, Klärung herbeizufĂĽhren“.

Hier zum Artikel in der Tagespost

Foto: Petersdom – Bildquelle: M. BĂĽrger, kathnews

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