Medjugorje noch in Prüfung

Vatikan weist Spekulationen über Einsetzung eines päpstlichen Verwalters zurück.
Erstellt von Radio Vatikan am 4. Juli 2016 um 23:51 Uhr
St. Jakobus, Medjugorje

Medjugorje (kathnews/RV). Der Vatikan hat Spekulationen über die angebliche Einsetzung eines päpstlichen Verwalters in Medjugorje zurückgewiesen. Das sei eine Hypothese von mehreren möglichen, die der Heilige Stuhl gerade prüfe, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi an diesem Montag. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht getroffen. Am Wochenende hatten lokale Medien berichtet, Papst Franziskus werde in den kommenden Monaten einen Administrator für die offiziell nicht anerkannte Pilgerstätte ernennen, der direkt dem Vatikan berichte. Die Seelsorge werde in den Händen der örtlichen Franziskanergemeinschaft bleiben.

Medjugorje liegt im Südwesten Bosnien-Herzegowinas. Seit dem 24. Juni 1981 soll es dort zu Marienerscheinungen kommen. Jährlich pilgern Hunderttausende Menschen nach Medjugorje. Um die Zuständigkeit für die Seelsorge gibt es Auseinandersetzungen zwischen Franziskanern, ehemaligen Franziskanern, charismatischen Gruppen und dem Ortsbischof. Bei den aktuellen Spekulationen geht es nicht um die kirchliche Anerkennung der Erscheinungen an sich. Papst Benedikt XVI. richtete 2010 an der Glaubenskongregation eine Kommission ein, die das Phänomen Medjugorje untersuchte und ihren Bericht ablieferte. Eine offizielle Entscheidung dazu steht noch aus.

Foto: St. Jakobus, Medjugorje – Bildquelle: Wikipedia / Mariusz Musiał

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