„Macht hoch die Tür“ – 17. Türchen

Der Kathnews-Adventskalender 2020.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 17. Dezember 2020 um 09:35 Uhr
Weihnachtsgeschenke

Mit dem 17. Dezember trennen uns noch neun Tage von Heiligabend, wir können also heute eine Novene beginnen. Als Anregung dazu dienen vorzüglich die berühmten O-Antiphonen, die in der Vesper dem Magnifikat seine Deutung geben. Wir bieten hier die originale, dichterische Übertragung von Pater Anselm Schott OSB (1843-1896) in dessen Vesperbuch[1].

Die Antiphon vom 17. Dezember lautet: O sapientia – „O Weisheit aus des Höchsten Mund, * Die da umspannt des Weltalls Rund, * Mit Kraft und Milde ordnet an, * Komm, führe uns der Weisheit Bahn“[2].

Die Weisheit ist die ungeschaffene Weisheit, also der von Ewigkeit her Seiende, das göttliche Wort, das Mensch wird und zu Weihnachten in der Zeit geboren wird.

Zugleich haben Kirchenväter und Liturgie aus dem Buche der Weisheit immer wieder Verse entnommen und sie Maria in den Mund gelegt oder sie auf Maria bezogen. Maria als Sedes sapientiae stehe uns heute vor Augen, der Sitz der Weisheit, Sitz des kleinen Kindes, dessen Ankunft wir erwarten und die jetzt immer mehr sich naht.

[1] Vgl. Schott, A., Vesperbuch (Vesperale Romanum), lateinisch und deutsch, enthaltend die Vespern des Kirchenjahres, Freiburg im Breisgau u. a. 41913.

[2] Ebd., S. 99.

Foto: Weihnachtsgeschenke – Bildquelle: Sigismund von Dobschütz

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