„Macht hoch die Tür“ – 16. Türchen

Der Kathnews-Adventskalender 2020.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 16. Dezember 2020 um 06:12 Uhr
Weihnachtsgeschenke

Heute ist nun mit dem Mittwoch der erste der drei Quatembertage des Advents erreicht. Nach dem Kyrie gibt es eine Art Einschub in den gewohnten Messritus, der ein Oremus – Flectamus genua – Levate, eine besondere Oration und eine zusätzliche Lesung mit zugehörigem Graduale umfasst. Danach spricht der Zelebrant ein weiteres Oremus, auf das die eigentliche Messoration folgt.

Die erste Oration könnte man daher als spezielle Quatemberoration ansehen und bezeichnen. In ihr ist davon die Rede, dass die kommende Feierlichkeit unserer Erlösung sowohl im gegenwärtigen Leben Unterstützungen auf uns übertrage (lat.: praesentis nobis vitae subsidia conferat) als auch durch sie – diese bevorstehende Feier – der Siegespreis der ewigen Seligkeit uns verliehen werde (lat. aeternae beatitudinis praemia largiatur).

Die liturgische Feier von Weihnachten ist also keineswegs reine Vertröstung auf das Künftige; schon unser gegenwärtiges Leben erfährt daraus konkrete Unterstützungen. Das ist in diesem Jahr vielleicht von besonders spürbarer Aktualität. Anstelle von Verströstung stehen echte Tröstungen aus Gottes Ankunft, von denen dann die eigentliche Oration der Messe am Quatembermittwoch spricht und durch die jene aufgerichtet werden, die Gottes Treue vertrauen: adventus tui consolationibus subleventur, qui in tua pietate confidunt. Dieser Advent Gottes ist uns zugesagt; trauen wir Ihm.

Foto: Weihnachtsgeschenke – Bildquelle: Sigismund von Dobschütz

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