Klaus-Hemmerle-Preis 2018 an Rabbiner Dr. Henry G. Brandt

Der Rabbiner Dr. Henry G. Brandt erhÀlt den achten Klaus-Hemmerle-Preis, eine Auszeichnung, die die Fokolar-Bewegung in Erinnerung an den verstorbenen Bischof von Aachen alle zwei Jahre verleiht. Verleihung am 25. Januar 2018 in Aachen.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 23. Januar 2018 um 12:50 Uhr

Aachen (kathnews/FB). Dr. Hanry G. Brandt, gebĂŒrtiger MĂŒnchner, feiert im September seinen 90sten Geburtstag und ist momentan Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg. Außerdem betreut er als Amtsrabbiner die JĂŒdische Kultusgemeinde Bielefeld. Bis 2016 war er jĂŒdischer Vorsitzender des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften fĂŒr christlich-jĂŒdische Zusammenarbeit und ist seitdem deren Ehrenvorsitzender; lange Jahre war er Mitglied im GesprĂ€chskreis „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

In der BegrĂŒndung der Jury heißt es, man wolle Brandt „fĂŒr sein Lebenswerk im interreligiösen Dialog und insbesondere fĂŒr seinen großherzigen und unermĂŒdlichen Einsatz fĂŒr die VerstĂ€ndigung zwischen Juden und Christen auszeichnen“. Schon durch seine RĂŒckkehr nach Deutschland habe er ein „nicht hoch genug einzuschĂ€tzendes Zeugnis fĂŒr seinen Willen zu Versöhnung und Frieden angesichts der Shoa gegeben“.

Brandt war 1939 mit seiner Familie ĂŒber Großbritannien nach Tel Aviv emigriert und Anfang der 1980er Jahre wieder nach Deutschland zurĂŒck gekommen. Gerade der Dialog mit den Christen ist dem liberalen Juden ein Herzensanliegen, in kritischen Momenten hat er das GesprĂ€ch gesucht, sich um Dialog und Versöhnung bemĂŒht.

Zur Feier der Preisverleihung lÀdt das Bistum Aachen und die Fokolar-Bewegung am Donnerstag, 25. Januar 2018 in den Aachener Dom ein.

Die Laudatio hĂ€lt Prof. Dr. Franz Sedlmeier, Professor fĂŒr Alttestamentliche Wissenschaft an der UniversitĂ€t Augsburg.

Im Gedenken an die Person und an das geistige VermĂ€chtnis des frĂŒheren katholischen Bischofs von Aachen Klaus Hemmerle (1929 – 1994) ehrt die Fokolar-Bewegung Persönlichkeiten, die als „BrĂŒckenbauer“ den Dialog zwischen den Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist undotiert. Bisherige PreistrĂ€ger waren der jĂŒdische Professor Dr. Ernst-Ludwig Ehrlich (2004), der ehemalige PrĂ€sident des Lutherischen Weltbundes, Bischof i. R. Dr. Christian Krause (2006), der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel (2008), Dr. Alfons Nossol, der emeritierte Erzbischof von Oppeln/Polen (2010), Prof. Dr. Hans Maier, der ehemalige bayerische Kultusminister und langjĂ€hrige PrĂ€sident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (2012), die kĂŒrzlich verstorbene LepraĂ€rztin Dr. Ruth Pfau (2014) und 2016 die muslimische AIDS-Ärztin Dr. Noorjehan Abdul Majid aus Mosambik.

Weitere Informationen unter www.fokolar-bewegung.de

Foto: Menorah – Bildquelle: BrĂŒcke-Osteuropa / Wikimedia

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. DatenschutzerklÀrung