Kein Gottesbezug in der Landesverfassung

Abstimmung im Kieler Landtag sorgt für Enttäuschung.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 10. Oktober 2014 um 09:16 Uhr
Kieler Förde (Westufer)

Kiel (kathnews/EBHH). Der Landtag von Schleswig-Holstein hat sich gegen einen Gottesbezug in der Präambel der neuen Landesverfassung entschieden. Beate Bäumer, die Leiterin des katholischen Büros in Kiel, reagiert enttäuscht und sagt, ob das Bundesland jetzt ein anderes sein wird und überlegt, ob nicht eine Volksinitiative gestartet werden soll. Die Formulierung, das Parlament handle „in Verantwortung vor Gott und den Menschen“, erhielt bei der abschließenden Abstimmung am Mittwoch im Kieler Landtag nicht die notwendige Mehrheit von zwei Dritteln der Abgeordneten. Nur die Hälfte der 66 Anwesenden stimmte für einen überfraktionellen Kompromissvorschlag, ein Antrag der CDU erhielt sogar nur 29 Stimmen. Diözesanadministrator des katholischen Erzbistums Hamburg, Ansgar Thim: „Die Entscheidung des Landtages enttäuscht mich. Das Signal, das damit ausgesendet wird lautet: ‚Wir sind selbst die Herren unseres Schicksals‘. Das finde ich problematisch, gerade angesichts der Herausforderungen, vor denen wir in unserem Land stehen“, so Thim.

Textquelle: Erzbistum Hamburg

Foto: Kieler Förde (Westufer) – Bildquelle: Andreas Gehrmann