Karfreitag

Trauern und Fasten mit dem Blick auf Ostern.
Erstellt von Radio Vatikan am 18. April 2014 um 13:16 Uhr
Kreuzigung Christi

Vatikan (kathnews/RV/kipa). Am Karfreitag erinnern sich die Christen an den Kreuzestod von Jesus. Das Wort Karfreitag kommt vom althochdeutschen „kara“, das bedeutet „Wehklage“. In Rom leitet Papst Franziskus am Nachmittag einen von Stille und Ernst geprägten Gottesdienst im Petersdom. Eine Messe findet an diesem Tag nach katholischer Tradition nicht statt. Am Abend betet der Papst den Kreuzweg am römischen Kolosseum. Die Meditation zu den 14 Stationen Jesu bis zum Kreuz stammen in diesem Jahr von dem italienischen Erzbischof Giancarlo Bregantini, der sich als Kritiker der Mafia hervorgetan hat.

Generell ziehen bei der Karfreitagsliturgie der Priester und die Assistenz in Stille in die Kirche ein und knien vor dem Altar nieder. Die Versammlung verharrt einen Moment in stillem Gebet. Nach der Lesung der Johannespassion werden in den Großen Fürbitten die Anliegen und Nöte der Welt vor Gott getragen mit Blick auf Jesus, der für das Heil dieser Welt sein Leben hingegeben hat. Ein weiterer Höhepunkt der Feier ist die Verehrung des Kreuzes Christi als Siegeszeichen über Leiden und Tod. Die Kreuzverehrung kann im Anschluss an die Feier individuell fortgesetzt werden. Die Eucharistie wird am Karfreitag und Karsamstag nicht gefeiert.

Der Karfreitag ist Fast- und Abstinenztag, das heißt, es soll kein Fleisch und nur eine volle Mahlzeit eingenommen werden. Trauern und Fasten geschieht aber stets im Blick auf Ostern, auf die Auferstehung und Befreiung zur Lebensfülle.

Foto: Kreuzigung Christi – Bildquelle: Manuel Gómez