Kardinal Raymond L. Burke aus den USA: glaubensstark, gebildet, konsequent und couragiert

Er wĂĽrde den Kurs von Papst Benedikt XVI. unbeirrbar fortsetzen.
Erstellt von Felizitas Küble am 10. März 2013 um 22:49 Uhr

Derzeit läuft das bilderreiche Kandidatenkarussel um den nächsten Papst in vielen Medien und kirchlichen Kreisen auf Hochtouren. Eine Reihe Kardinäle, die dabei erwähnt werden –  zumal  jene aus den USA – wĂĽrden im wesentlichen wohl den Kurs von Papst Benedikt fortsetzen – sowohl in theologischer wie in moralischer Hinsicht. Das gilt sicherlich eindeutig auch fĂĽr Kardinal Albert Malcolm Ranjith aus Sri Lanka. „CHRISTLICHES FORUM“ setzt auf einen Kirchenmann, der bislang – soweit ersichtlich – von keiner Zeitung als möglicher Papstkandidat (“papabile”) auch nur erwähnt wird, geschweige in die Favoritenliste kommt. Das ändert nichts daran, daĂź wir uns ĂĽber die Wahl dieses – ebenfalls amerikanischen – Kardinals besonders freuen wĂĽrden. Es geht um den 64-jährigen Raymond Leo Burke, geboren im US-Bundesstaat Wisconsin, ehem. Erzbischof von St. Louis (USA) und seit 2008 Präfekt der Apostolischen Signatur, also Chef des höchsten Vatikanischen Gerichts. Somit kann er auf jahrelange Erfahrungen in der Kurie verweisen, was fĂĽr kĂĽnftige Päpste eine gute Ausgangslage ist.

Dieser Kirchenrechts-Experte ist aber kein staubtrockener Gelehrter, sondern ein unerschockener Verteidiger des Glaubens – auch gegenĂĽber den Mächtigen. Vor allem sein unbeirrbarer Einsatz fĂĽr das Lebensrecht aller Menschen brachte ihn mehrfach in die Schlagzeilen, so zB. im vorletzten US-amerikanischen Wahlkampf, als er “beinhart” die Exkommunikation fĂĽr katholische Abtreibungspolitiker verkĂĽndete – also den AusschluĂź aus der kirchlichen Sakramentengemeinschaft. DaĂź er damit den Zorn der Abtreibungslobby und diverser Linkskartelle auf sich zog, versteht sich am Rande. In Nordamerika wird der glaubensstarke und konsequente Kirchenmann von konservativen Gläubigen und besonders von der Lebensrechtsbewegung sehr geschätzt. Burke ist aber nicht nur “kirchenpolitisch” sehr geradlinig. Auch eine theologisch vertiefte Einsicht in die Sakramente – besonders in die hl. Messe – ist dem Kurienkardinal ein Herzensanliegen.

In einem von ihm herausgebrachten Tagungsband mit dem Titel “Benedict XVI and the Sacred Liturgy” (Benedikt XVI. und die heilige Liturgie) bezeichnet Burke unsere Zeit sehr klarsichtig als eine “äußerst kritischen Phase der Kirchengeschichte”, weil nämlich “die Kirche von außen wie von innen massiv angegriffen” werde. Der Kardinal würdigt die besondere Aufmerksamkeit, die Papst Benedikt bereits während seiner Zeit als Glaubenspräfekt den liturgischen Fragen gewidmet hat: “Durch die heilige Liturgie und vor allem durch die heilige Eucharistie gewährt nämlich unser Herr Jesus Christus, der in der Herrlichkeit zur Rechten Gottes, des Vaters, sitzt, dem einzelnen Christen und der ganzen Kirche vollständig die nötigen Gnaden zur Umkehr und Heiligung des Lebens.” Zudem stellt der Kurienkardinal unzweideutig klar: „Wenn die heilige Messe nicht nach den Normen der Kirche gefeiert wird,  trägt sie zu einer Schwächung des Glaubens bei,  fördert den Egoismus  und sorgt für einen Rückgang der Messbesucher“.

Foto: Kardinalsbirett – Bildquelle: Dieter Philippi