Kardinal Marx trauert um verstorbenen Roman Herzog

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz würdigt früheren Bundespräsidenten.
Erstellt von Radio Vatikan am 11. Januar 2017 um 09:13 Uhr
Kardinal Reinhard Marx

München (kathnews/RV/pm). Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat den verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog als herausragende politische Persönlichkeit und engagierten Christ gewürdigt. „In prägenden Reden hat er die grundlegenden Probleme der Gesellschaft benannt und ist dafür eingetreten, dass Deutschland auch international Verantwortung übernimmt. Roman Herzog war ein ermutigender Mensch, der Hoffnung und Zuversicht vermittelt hat“, so Kardinal Marx gemäß einer Medienmitteilung der Bischofskonferenz. Wie das Bundespräsidialamt bestätigte, starb Herzog im Alter von 82 Jahren in der Nacht zu Dienstag.

Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm Herzogs Rede im Jahr 1997, in der er von einem „Ruck“ sprach, der durch Deutschland gehen müsse, so Kardinal Marx. „Seine Erwartungen an die Gesellschaft von damals sind heute aktueller denn je, vor allem wenn er davon spricht, dass eine von Ängsten erfüllte Gesellschaft unfähig zu Reformen und damit zur Gestaltung der Zukunft werde.“

Der überzeugte Christ Roman Herzog habe viel für die deutschen Kirchen getan. „Ich denke dabei in besonderer Weise an seine langjährige Mitgliedschaft in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und seine Mitherausgeberschaft der Wochenzeitung Rheinischer Merkur. 1996 hat er Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Deutschland begrüßt und begleitet. Gerade auch auf Katholikentagen war er häufig zu Gast. Roman Herzog war ein Mann, der für seine Überzeugungen eingestanden ist“, so Kardinal Marx.

Foto: Reinhard Kardinal Marx – Bildquelle: Wolfgang Roucka