Kardinal Eijk: Die bisherige Praxis bleibt bestehen

Kommunionempfang wiederverheirateter Geschiedener auch nach Amoris Laetitia nicht möglich.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 8. April 2016 um 18:37 Uhr
Papst Franziskus

Utrecht (kathnews). Auf einer Pressekonferenz in Utrecht (NL) hat der Vorsitzende der Niederländischen Bischofskonferenz Wim Kardinal Eijk heute das postsynodale Schreiben Amoris Laetitia von Papst Franziskus vorgestellt.

Treue zur Lehre und pastorale Sorge

Das Dokument sei, so der Kardinal, die Krone in einem Prozess der Besinnung auf Ehe und Familiepastoral. Amoris Laetitia haben einen auffallend existenziellen Charakter, wodurch es sich von anderen Dokumenten vorheriger Päpste unterscheide. Papst Franziskus halte an der Lehre der Kirche fest und erkläre sie. Dabei widme er sich insbesondere den Schwierigkeiten der Menschen, der Glaubens- und Sittenlehre zu folgen.

Kein Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene

Auf die Frage, ob das päpstliche Schreiben den Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene ermögliche, antwortete Kardinal Eijk, dass sich diejenigen enttäuscht werden, die eine Änderung der bisherigen Praxis erwartet hätten. „Der Papst sagt nirgendwo, dass sie die Kommunion empfangen können. Die heutige Praxis bleibt aufrechterhalten“, so der Erzbischof von Utrecht.

Seelsorgliche Begleitung

Dem Papst gehe es vielmehr um eine liebevolle Begleitung der Menschen, die in nicht regulären Beziehungen leben. Die dürfen nicht ausgeschlossen werden, sondern müssen in das kirchliche Leben integriert werden, so der Kardinal weiter. Kardinal Eijk wies darauf hin, dass sich das päpstliche Schreiben an die ganze Welt richte. So würden z. B. in Afrika Homosexuelle häufig ausgeschlossen.