Kardinal Cordes gegen Gemeindeleitung durch Laien

Sakramentenspendung, Verk├╝ndigung und Gemeindeleitung lassen sich nicht funktional voneinander trennen, so Kardinal Cordes.
Erstellt von Radio Vatikan am 20. Februar 2018 um 17:52 Uhr

Trier (kathnews/Vatican News). Cordes sprach sich bei einer Tagung ├╝ber die Zukunft der Priesterausbildung in Trier gegen eine kirchliche Gemeindeleitung durch Laien aus. Das Kirchenrecht bestimme, dass die Leitung einem geweihten Priester obliegen m├╝sse, sagte Cordes am Montag in Trier. ÔÇ×Diese Festlegungen der Kirche begrenzen m├Âgliche Innovationsfreude von Ordinarien“, sagte Cordes mit Blick auf entsprechende Modellversuche, wie sie etwa Kardinal Reinhard Marx in der Erzdi├Âzese M├╝nchen und Freising durchf├╝hrt.

Der Kardinal betonte, das Zweite Vatikanische Konzil spreche zwar vom gemeinsamen Priestertum aller Gl├Ąubigen, wonach alle Getauften ÔÇ×Gottes gro├če Taten“ verk├╝nden sollen. Doch halte die Kirche an einer Differenzierung f├╝r die verschiedenen Verantwortungen fest. Mit Blick auf den Priester gelte: ÔÇ×Die drei Hauptaufgaben, das hei├čt die Sakramentenspendung, die Verk├╝ndigung und das Zusammenf├╝hren der Gemeinde, lassen sich nicht funktional voneinander trennen.“

Angesichts des Priestermangels hatte Marx im Fr├╝hjahr 2017 ein Pilotprojekt vorgestellt, bei dem unterschiedliche Leitungsmodelle mit Teams unter Einbeziehung Ehrenamtlicher erprobt werden sollen. Der M├╝nchner Kardinal betonte damals, ihm komme es auch auf eine ÔÇ×Erweiterung des Priesterbildes“ an. Der Priester solle mehr als ÔÇ×geistlicher Leiter“ gesehen werden und ÔÇ×weniger als der, der sagt, welche Ziegel aufs Dach kommen“. Pfarrverb├Ąnde lie├čen sich nicht immer weiter beliebig vergr├Â├čern.

Foto: Paul Josef Kardinal Cordes – Bildquelle: Wikipedia / Karl-Michael Soemer / CC BY-SA 3.0

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