Ja, auferstanden ist Christus, er, meine Hoffnung

Mystagogische Einführung in die Liturgie vom Ostersonntag. Von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 11. April 2020 um 17:00 Uhr
Christus Pantokrator

Die Bedeutung des Osterfestes ist in der freudenreichen Präfation der Ostermesse zusammengefasst. In ihr preist die Kirche das Lamm, das die Sünden der Welt weggenommen hat, indem es „durch seinen Tod … unseren Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen (hat) (Qui mortem nostram moriendo destruxit et vitam resurgendo reparavit).

Das sind keine leeren Worte, wenn wir an den Kar- und Ostertage das Wort Gottes angenommen, wenn wir unsere Herzen durch wahre Buße und Umkehr verändert, wenn wir Vergebung vom Herrn empfangen haben. Dem bloßen äußeren Anschein nach, da, wo der Glauben Verstand und Herz nicht erleuchtet und daher alles oberflächlich bleibt, scheint alles wie zuvor zu verlaufen, wie immer.

Doch gilt das nicht für den Christen. Er spürt in seinem Herzen und in seinem Leben die Gewissheit: „Ja, auferstanden ist Christus, er, meine Hoffnung“ (Surrexit Christus, spes mea, aus der Sequenz: „Victimae Paschali laudes“).

Foto: Christus Pantokrator – Bildquelle: Wikipedia/Zenodot Verlagsgesellschaft mbH