Im Schatten der Corona-Krise: Weltfamilientreffen und Weltjugendtag verschoben

Vatikanischer Pressesaal kündigt weitere Einschränkungen an.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 23. April 2020 um 21:36 Uhr
Jugendliche

Vatikan (kathnews). Nicht nur die Feierlichkeiten zur Karwoche und Ostern sind infolge der Corona-Pandemie auch im Vatikan in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie der vatikanische Pressesaal am 21. April bekanntgab, hat der Heilige Vater in enger Abstimmung mit dem neugeschaffenen Dikasterium für Laien und Familien entschieden, das Weltfamilientreffen, das ursprünglich im Juni 2021 in Rom hätte stattfinden sollen, um ein Jahr hinauszuzögern. Es findet also stattdessen im Juni 2022 statt. Gleichfalls aufgeschoben wird der Weltjugendtag, der für August 2022 im spanischen Lissabon vorgesehen war. Nunmehr ist beabsichtigt, ihn dort im August 2023 nachzuholen.

Vermächtnis Johannes Pauls II.

Die Weltjugendtage sind ein Ereignis, das vom heiligen Johannes Paul II. 1984 begründet worden und seit 1985 eine alle zwei bis drei Jahre international wiederkehrende Großveranstaltung ist. Als eines seiner besonderen Vermächtnisse an die Kirche sind sie bleibend mit dem Pontifikat des polnischen Papstes verbunden.

Als Benedikt XVI. 2013 auf das Petrusamt verzichtete, wurde als ein Grund neben anderen angegeben, dass der Gesundheitszustand des Papstes es ihm nahegelegt habe, auf transatlantische Flüge zu verzichten, so dass seine persönliche Teilnahme am damals bevorstehenden 28. Weltjugendtag im brasilianischen Rio de Janeiro ausgeschlossen gewesen wäre.

Foto: Jugendliche – Bildquelle: camera-colonia / Wikipedia