Höhere Obere der bisherigen „Ecclesia-Dei-Gemeinschaften“ trafen sich zu Beratungen

Es besteht die Befürchtung, dass die eigenständige Priesterausbildung entzogen werden soll.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 5. September 2021 um 11:31 Uhr
Alte Messe in St. Leonhard, Leonberg i.d. Oberpfalz

Chatres (kathnews). Am vergangenen 31. August 2021 trafen sich die Generaloberen verschiedener altritueller Gemeinschaften vorwiegend aus Frankreich, um über Traditionis Custodes zu beraten und haben in einem lesenswerten Kommuniqué dazu Stellung genommen Komunique der Ecclesia-Dei-Oberen (summorum-pontificum.de). Die Zusammenkunft fand im Priesterseminar des Instituts vom Guten Hirten, im Bistum Chatres gelegen, statt. Unter allen ehemaligen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften hat dieses Institut sich umgehend durch eine ebenso klarsichtige und deutliche Einschätzung der neuen Lage hervorgetan Institut du Bon Pasteur: „Traditionis custodes“ will traditionellen Ritus auslöschen | Die Tagespost (die-tagespost.de).

Wenn das Institut vom Guten Hirten nicht nur die Räumlichkeiten für das Treffen zur Verfügung gestellt, sondern dieses auch inspiriert hat, darf man hoffen, dass die Gemeinschaften sich für die Zukunft gewappnet haben, zumal zu befürchten ist, dass ihnen die eigenständige Priesterausbildung entzogen werden soll.

Schon dringt übrigens aus zuverlässigen römischen Quellen die Nachricht durch, dass der Gebrauch der überlieferten Orts- und Ordensriten gänzlich untersagt werden wird. Wer überhaupt noch die Erlaubnis erhält, die Alte Messe zu feiern, muss den römisch-tridentinischen Ritus nach dem MR1962 anwenden. Damit machen die vatikanischen Liturgiereformer diesen Ritus erst recht zu der Einheitsliturgie, die sie der nachtridentinischen Phase der Liturgiegeschichte sonst immer vorgeworfen haben. Richtiger noch: Sie möchten die nachvatikanisch-paulinische Liturgie als Einheitsliturgie durchboxen, wie es seit dem Letzten Abendmahl in der Kirche noch keine gegeben hat.

Foto: Alte Messe in St. Leonhard, Leonberg i.d. Oberpfalz – Bildquelle: Doris Bayer

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