Hamburger Theater verteidigt Gotteslästerung

Theaterleitung bezeichnet Demonstranten als radikalkonservativ-fundamentalistisch.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 18. Januar 2012 um 01:01 Uhr

Hamburg (kathnews). Das Thalia-Theater in der Hansestadt Hamburg hat sich zu den Protesten gegen die Aufführung des antichristlichen Theaterstücks „Gólgota Picnic“ geäußert. Man habe zwar Verständnis, dass einzelne solche Zumutungen scheuen, jedoch sei es auch zu respektieren, dass die Kunst im Rahmen ihrer Ausdrucksformen seit jeher auch zu radikalen und verstörenden Gesten findet. Nicht zu respektieren sei allerdings der Versuch, das Thalia-Theater zu nötigen, zu drohen und die Absetzung dieses Gastspiels zu fordern, so die Homepage des Theaters.

Die Nötigung der Christenheit, ausgelöst durch die geplante Aufführung des satanischen Schauspiels, scheint Thalia keineswegs zu interessieren. Jene Menschen, welche mit gewaltlosen Mitteln gegen die Aufführung des verstörten Theaterstücks demonstrieren, bezeichnet die Theaterleitung in ihrer Stellungnahme als „radikalkonservativ-fundamentalistisch“. Mit dem radikalen Ausdruck eines Künstlers scheint das Theater hingegen keine Probleme zu haben.

Foto: Hamburger Rathaus – Bildquelle: Kathnews