Gespräch über EU und Menschenrechte

Papst Benedikt XVI. traf Van Rompuy.
Erstellt von Radio Vatikan am 12. November 2011 um 17:21 Uhr
Papst Benedikt XVI.

Vatikan (kathnews/RV). Benedikt XVI. hat den Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy am Samstag in Audienz empfangen. Im Mittelpunkt des 20-minütigen Meinungsaustauschs standen die aktuelle internationale Situation sowie der Beitrag, den die katholische Kirche für die EU leisten könne, hieß es einem anschließenden Vatikan-Kommunique. Darüber hinaus hätten beide über die Förderung der Menschrechte und insbesondere der Religionsfreiheit gesprochen. Die Unterredung fand in einem „Klima der Herzlichkeit“ statt. Es handelte sich um die erste Privataudienz Van Rompuys bei Benedikt XVI. Jedoch waren die beiden bereits kurz am Rande der Seligsprechung für Johannes Paul II. am 1. Mai zusammengetroffen. Nach der Papstaudienz sprachen Van Rompuy und seine zehnköpfige Delegation mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und dem vatikanischen Außenminister Erzbischof Dominique Mamberti.

Europa hat große Probleme

„Wir leben in einer Krisenperiode, Europa hat große Probleme“, begrüßte Benedikt XVI. seinen Gast beim Betreten der Privatbibliothek auf Französisch. Als Geschenk überreichte Van Rompuy dem Papst ein großes Buch mit dem Titel „Europa, Entwurf eines Projekts“. Benedikt XVI. revanchierte sich mit einer Pontifikatsmedaille.

Besuch bei Sant´Egidio

Nach dem Besuch im Vatikan wollte Van Rompuy zu einem Mittagessen mit Vertretern der römischen Basisgemeinschaft Sant’Egidio zusammentreffen. Dabei sollte es um Europafragen, um die aktuelle Finanzkrise, um die internationale Arbeit von Sant’Egidio sowie um den „Arabischen Frühling“ gehen, hieß es am Sitz der sozial-karitativen katholischen Gemeinschaften in Rom.

Foto: Benedikt XVI. – Bildquelle: Fabio Pozzebom/ABr

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Datenschutzerklärung