Franz Josef Gebert neuer Weihbischof von Trier

Papst Franziskus weist neuem Bischof Titularbistum Vegesela in Byzacena zu.
Erstellt von Radio Vatikan am 1. Juni 2017 um 00:21 Uhr
Bischöfe

Trier (kathnews/RV). Das Bistum Trier hat einen neuen Weihbischof: Franz Josef Gebert. Der 68 Jahre alte Priester wirkte bisher als Caritasdirektor und Dekan des Kathedralkapitels. Seine theologische Ausbildung empfing Gebert in Trier und Rom als Seminarist des deutsch-ungarischen Priesterkollegs. Die Priesterweihe empfing er 1977 in Trier, danach wirkte Gebert als Seelsorger in Sinzig am Rhein, als Privatsekretär des Bischofs Hermann Josef Spital und als Subregens des diözesanen Priesterseminars. Seit 2000 leitet er die Trierer Caritas. Als Titelbistum wies Papst Franziskus dem neuen Weihbischof Vegesela in Byzacena zu, das im heutigen Tunesien liegt.

Gebert stammt nach Angaben aus dem Bistum Trier aus einer Winzerfamilie aus Schweich und absolvierte vor seiner theologischen Ausbildung zunächst eine Lehre zum Fassbinder im Weinhandel. Danach erarbeitete er sich das Abitur, um dann seine Ausbildung zum Priester in Trier und für sieben Jahre in Rom fortzusetzen. „Verbunden mit dieser tiefen Verwurzelung in seiner Heimat, ist er ein bescheidener, bodenständiger Mensch geblieben, der sich die Zeit nimmt, anderen zuzuhören“, heißt es aus Trier.

Ein Weihbischof unterstützt den Diözesanbischof bei der Leitung der Diözese. Er übernimmt bestimmte Aufgabenbereiche etwa für eine Region, Personengruppen oder besondere Felder der Seelsorge. Ein Weihbischof trägt die bischöflichen Insignien wie Ring, Hirtenstab und Mitra. Er leitet keine eigene Diözese, doch wird ihm der Bischofssitz eine untergegangene Diözese als Titularbistum zugeordnet.

Foto: Bischöfe – Bildquelle: Kathnews