Fake News über Messfeiern im Petersdom in Rom

Niederländischer Bischof berichtet auf seiner Homepage über andere Erfahrungen mit "Privatmessen" im Petersdom.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 23. September 2021 um 10:59 Uhr
Petersdom

Haarlem/Amsterdam (kathnews/Arsacal). Bischof Dr. Jan Hendriks, selber renommierter Kirchenrechtler und Richter an der Apostolischen Signatur in Rom, war vergangene Tage in Rom und hat auch die heilige Messe in St. Peter gefeiert. Was er dort erlebt hat, berichtet er auf seine Homepage. Die Übersetzung des niederländischen Textes folgt hier:

„In den letzten Monaten wurde in allen möglichen Blogs und in den sozialen Medien viel über das Verbot von Privatmessen im Petersdom geschrieben. Ich habe nicht viel davon mitbekommen. Was ist hier los?

Papst setzte Kirchenrecht um

An den Tagen, an denen ich in Rom war, feierte ich die Heilige Messe im Petersdom, oder besser gesagt in einer der vielen Kapellen unter dem Petersdom. Denn das ist der Unterschied zu der Situation, wie sie bis vor einigen Monaten war: Im Petersdom selbst wurden Privatmessen und konzelebrierte Messen an allen möglichen Altären gefeiert, obwohl die liturgischen Bestimmungen eindeutig sind und waren: Wenn in einer Kirche eine Konzelebration stattfindet, darf nicht gleichzeitig eine einzeln gefeierte Messe stattfinden. (can. 902) …

Auch „Tridentinische“ Messen

Die (neue) Regelung (im Petersdom) entspricht also den liturgischen Vorschriftent: Am Vormittag finden im Petersdom zahlreiche Eucharistiefeiern statt, an denen jeder Priester teilnehmen kann (wobei natürlich die Sprache ein Problem darstellen kann, es handelt sich in der Regel um Italienisch oder Latein), während die gesondert zelebrierten Messen ein Stockwerk tiefer, in der so genannten Vatikanischen Grotte, stattfinden, wo es zahlreiche Kapellen gibt, die sich sehr gut für kleine Gruppen und Einzelfeiern eignen. Darunter befanden sich auch mehrere „Tridentinische“ Messen, für die die Gewänder in der Sakristei vorbereitet worden waren, einschließlich eines Manipels und eines Messbuchs.

Kurzum, der Eindruck und die Schlussfolgerungen, die manche aus der Maßnahme von Papst Franziskus ziehen, sind – wie ich festgestellt habe – nicht zutreffend. …“

Foto: Petersdom in Rom – Bildquelle: M. Bürger, kathnews

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