Es geht um die Würde des Menschen

Zwei österreichische Moraltheologen verteidigen jüngste Verlautbarung der Glaubenskongregation zur Unmöglichkeit, homosexuelle Beziehungen zu segnen.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 30. März 2021 um 15:51 Uhr
Hochzeitsbank

St. Pölten/Heiligenkreuz (kathnews). Die beiden renommierten österreichischen Moraltheologen Josef Spindelböck (St. Pölten) und Helmut Prader (Heiligenkreuz bei Wien) erinnern in einer gemeinsamen Erklärung daran, dass die Verlautbarung der Glaubenskongregation über das Verbot der Segnung homosexueller Beziehungen zum authentischen kirchlichen Lehramt gehören. „Verlautbarungen der Glaubenskongregation  (sind) keine Meinung unter anderen, kein Zwischenrufe und Randbemerkungen“, zitiert „Die Tagespost“ die beiden Professoren.

Offenbarung und Naturrecht

„Die Kirche weiß sich der Schöpfungs- und Heilsordnung Gottes verpflichtet und bezeugt diese in ihren liturgischen und sakramentalen Vollzügen“, so Spindelböck und Prader. Gemäß der biblischen Offenbarung und dem aus de
Wesensnatur des Menschen mit der Vernunft erkennbaren Naturrecht, die beide sich nicht widersprechen, kann es nur eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau geben.

Natur und Sinngehalt sexueller Akte von Mann und Frau

Die Moraltheologen begrüßten die Klarheit des neuen römischen Dokumentes. „Nur innerhalb der Ehe ist es vom sittlichen Standpunkt aus legitim, sexuelle Akte zu setzen, die ihrem Sinngehalten nach die Hingabe und Vereinigung der Gatten zum Ausdruck bringen und vertiefen sowie für die Zeugen von Kindern offen sind.“ Darum könne die Kirche „homosexuelle Verbindungen nicht segnen, insofern diese unter dem Vorzeichen geschlossen werden, homosexuelle Akte seien vom sittlichen Standpunkt aus gut und anerkennenswert“.

Menschenwürde und Wertschätzung

Die Kirche diskriminiere Personen keineswegs, wenn sie „Verhaltensweisen als sündhaft bezeichnet. Vielmehr erinnere sie sie an ihre Würde als Menschen, die sie in Freiheit für das Gute entscheiden können und immer wieder neu zur Bekehrung aufgerufen sind“. Das römischen Schreiben „ermutige homosexuell empfindende Menschen, die ein Leben in Übereinstimmung mit den Geboten Gottes anstreben“. Schließlich weisen Prader und Spindelböck darauf hin, dass die  Kirche für homosexuell empfindende Personen, die „eine authentische Freundschaft leben und sich dabei sexuell-genitaler Akte enthalten“, „besondere Wertschätzung“ habe.

Foto: Hochzeitsbank – Bildquelle: Alexander Hauk / www.bayern-nachrichten.de

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