Erzbistum Hamburg und Nordkirche bedauern Ausgang der Gottesbezug-Abstimmung

Volksinitiative findet keine Zustimmung im Kieler Landtag.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 23. Juli 2016 um 10:30 Uhr
Kieler Förde (Westufer)

Schleswig/Kiel/Hamburg (kathnews/Nordkirche). Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und das Erzbistum Hamburg bedauern die Ablehnung eines Gottesbezuges in die schleswig-holsteinische Landesverfassung. Erzbischof Dr. Stefan Heße sagte: „Die Entscheidung finde ich sehr bedauerlich – insbesondere auch fĂŒr die vielen zehntausend Menschen in Schleswig-Holstein, die die Volksinitiative unterstĂŒtzt haben. Schade, dass ihr großes Anliegen von den Abgeordneten nicht umgesetzt worden ist. Ich denke weiterhin, dass die zuletzt abgestimmte Kompromissformulierung die Weite hatte, alle einzubeziehen. Ich habe Respekt vor der Entscheidung des Parlaments.“

Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), sagte: „Das ist fĂŒr alle, die sich fĂŒr einen Gottesbezug engagiert haben, eine große EnttĂ€uschung. Die Volksinitiative hat mit UnterstĂŒtzung der jĂŒdischen, muslimischen und christlichen Gemeinden sehr viel in Bewegung gebracht. An vielen Orten wurde zum Teil leidenschaftlich darĂŒber diskutiert, warum ein Gottesbezug gerade in heutiger Zeit sinnvoll ist. Die öffentliche Auseinandersetzung damit war und ist ein großer Gewinn.“

Erzbistum Hamburg und Nordkirche werden nun gemeinsam mit der Volksinitiative darĂŒber beraten, welche Konsequenzen sich aus der Landtagsentscheidung ergeben.

Textquelle: Pressestelle der Nordkirche – Autor: Frank Zabel

Foto: Kieler Förde (Westufer) – Bildquelle: Kathnews

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