Einschränkung der Alten Messe im Heiligen Land?

Lateinisches Patriarchat gibt Dokument zum Alten Ritus heraus.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 15. November 2011 um 19:57 Uhr
Alte Messe

Jerusalem (kathnews). Der lateinische Patriarch von Jerusalem hat ein Dekret veröffentlicht, das sich mit der heiligen Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus befasst. Verschiedene Medien berichten in diesem Zusammenhang, dass das Dokument den so genannten „Alten Ritus“ stark einschränke. Dementsprechend bestünde fortan nur noch für ausländische Pilger die Möglichkeit, auch an den Heiligen Stätten das Messopfer in der außerordentlichen Form des römischen Ritus zu feiern. Die Alte Messe müsse in Anbetracht der Zahl katholischer Kirchen an heiligen Stätten, die für Pilger aus aller Welt offen seien, stets eine Ausnahme bleiben, so der Patriarch. Sie sei nur solchen Pilgergruppen gestattet, die auch in ihren Heimatländern nach dieser Form feierten.

Das Dokument geht nicht darauf ein, wie mit den Gesuchen einheimischer Katholiken umzugehen ist. Darüber hinaus weist das Dokument des Patriarchen darauf hin, dass in den einzelnen Kirchen vorkonziliare Messbücher und geeignete Paramente vorzuhalten seien. Sollen Taufen, Firmungen, Trauungen  oder Weihen in der außerordentlichen Form des römischen Ritus gespendet werden, muss dies, so will es das Dekret, mit dem lateinischen Patriarchat von Jerusalem abgesprochen werden.

Foto: Alte Messe – Bildquelle: Pro Missa Tridentina