Ein sichtbarer Dienst an den Armen – Duschen für Obdachlose auf dem Petersplatz fertiggestellt

Firmen unterstützen Vorhaben des Papstes und spenden Pflegemittel.
Erstellt von Radio Vatikan am 9. Februar 2015 um 22:44 Uhr
Petersdom

Vatikan (kathnews/RV). Die Installationsarbeiten am Petersplatz für Obdachlose sind abgeschlossen. Drei Duschen, mehrere Waschblöcke und ein Service zur Haar- und Bartpflege werden Bedürftigen in Kürze zur Verfügung stehen, teilte der vatikanische Pressesaal mit. Papst Franziskus hatte seinen Almosenmeister mit der Errichtung der Service-Station beauftragt, als dieser ihm erzählte, ein obdachloser Mann habe einmal seine Einladung in eine Trattoria mit den Worten abgelehnt, er getraue sich wegen seines ungepflegten Aussehens und Geruchs nicht mitzukommen. Die Duschen befinden sich in einem Container neben den seit langem existierenden Toiletten für Pilger an der Nordseite der Kolonnaden direkt unter den Fenstern des Apostolischen Palastes.

Jeder Benutzer wird ein Päckchen mit frischer Unterwäsche und ein zweites mit Handtuch, Seife, Zahnpasta, Zahnbürste und Deo erhalten, Männer auch einen Rasierer und Rasierschaum. Den Angaben aus dem Vatikan zufolge stammen diese Gaben von privaten Spendern und verschiedenen Firmen, die ihre Solidarität mit dem Vorhaben von Papst Franziskus zeigen wollten. Die Duschen werden täglich in Betrieb sein, außer Mittwochvormittag während der Generalaudienz und bei päpstlichen Zeremonien. Der Haar- und Bartpflegeservice ist montags geöffnet; eine Reihe von Friseuren und Azubis haben sich als Freiwillige gemeldet. Verantwortlicher ist der päpstliche Almosenmeister Erzbischof Konrad Krajewski. Das ihm unterstellte Almosenamt verkauft päpstliche Segen auf Pergament, deren Erlöse direkt in die Unterstützung Bedürftiger geht. Der polnische Geistliche, den Franziskus im August 2013 zum Almosenmeister ernannte, hat diesem Dienst einen neuen Zuschnitt gegeben: Krajewski ist persönlich abends auf den Straßen unterwegs, um Bedürftigen zu helfen, begleitet mitunter auch von Freiwilligen aus den Rängen der Schweizergarde.

Foto: Petersdom – Bildquelle: Wolfgang Stuck