„Durch das Holz des Kreuzes kam Freude in die Welt“

Mystagogische Einführung in die Liturgie vom Karfreitag. Von Gero P. Weishaupt.
Erstellt von Gero P. Weishaupt am 10. April 2020 um 10:10 Uhr
Bildquelle: Patrimonium-Verlag

Heute am Karfreitag gedenken wir des Todes des Herrn. Wir sehen ihn als den „Knecht Gottes“. Unsere Sünden lasten auf ihm, aber aus seiner Erniedrigung erwächst unsere Erlösung. Durch seine Wunden sind wir geheilt.

Heute ist der Tag des unermesslichen Vertrauens: Christus hat Leid erfahren, von ihm empfangen wir Barmherzigkeit und in ihm finden wir Gnade, die wir für alle Menschen erflehen in den Großen Fürbitten.

Heute ist der Tag der feierlichen Verehrung des Kreuzes. Denn „durch das Holz des Kreuzes kam Freude in alle Welt“ (Gesang während der Kreuzverehrung).  „Als Jesus tot war und noch am Kreuz hing, kam ein Soldat herbei und stieß die Seite auf. Da floß Wasser und Blut heraus: Symbol der Taufe das eine, Symbol der Eucharistie das andere.  … Daraus ist die heilige Kirche aufgebaut. … Aus seiner Seite nämlich baute Christus die Kirche, wie aus der Seite Adams Eva, die Gattin, kam“ (aus einer Katechese des heiligen Johannes Chrysotomus).

Immer stehen wir unter dem Kreuz: Es gibt keinen Augenblick, es gibt keine Situation, in der das Kreuz nicht in unser Leben eintritt, um uns zu befreien und zu retten. Tatsächlich zeigt es sich in uns jeden Tag, wenn wir treue Jünger des Herrn sind. Verlangen wir von Christus nicht, dass er vom Kreuz herabsteigt, sondern dass wir die Kraft haben mit ihm das Kreuz zu tragen in der Hoffnung auf die Auferstehung.

Foto: Vom Goldgrund der Kirchengeschichte (Buchcover) – Bildquelle: Patrimonium-Verlag