Die Notwendigkeit der Taufe

Katechismus der Katholischen Kirche.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 29. November 2012 um 19:19 Uhr
Taufbecken

»Der Herr selbst sagt, dass die Taufe heilsnotwendig ist [Vgl. Joh 3,5.]. Darum hat er seinen JĂŒngern den Auftrag gegeben, das Evangelium zu verkĂŒnden und alle Völker zu taufen [Vgl. Mt 28, 19-20; DS 1618; LO 14; AG 5]. Die Taufe ist fĂŒr jene Menschen heilsnotwendig, denen das Evangelium verkĂŒndet worden ist und die Möglichkeit hatten, um dieses Sakrament zu bitten [Vgl. N4k 16,16]. Die Kirche kennt kein anderes Mittel als die Taufe, um den Eintritt in die ewige Seligkeit sicherzustellen. Darum kommt sie willig dem vom Herrn erhaltenen Auftrag nach, allen, die getauft werden können, zur „Wiedergeburt aus Wasser und Geist“ zu verhelfen. Gott hat das Heil an das Sakrament der Tauft gebunden, aber er selbst ist nicht an seine Sakramente gebunden.

Die Kirche ist von jeher der festen Überzeugung, daß Menschen, die wegen des Glaubens den Tod erleiden, ohne vorher die Taufe empfangen zu haben, durch ihren Tod fĂŒr und mit Christus getauft werden. Diese Bluttaufe sowie das Verlangen nach der Taufe bringen die Wirkungen der Taufe hervor, ohne selbst Sakrament zu sein. Den Katechumenen, die vor der Taufe sterben, sichert das ausdrĂŒckliche Verlangen nach der Taufe, die Reue ĂŒber ihre SĂŒnden und die Liebe jenes Heil zu, das sie nicht durch das Sakrament empfangen konnten.

„Da Christus … fĂŒr alle gestorben ist und da es in Wahrheit nur eine letzte Berufung des Menschen gibt, nĂ€mlich die göttliche, mĂŒssen wir festhalten, dass der Heilige Geist allen die Möglichkeit anbietet, sich mit diesem österlichen Geheimnis in einer Gott bekannten Weise zu verbinden“ (GS 22) [Vgl. LG 16; AG 7.]. Jeder Mensch, der ohne das Evangelium Christi und seine Kirche zu kennen nach der Wahrheit sucht und den Willen Gottes tut, soweit er ihn kennt, kann gerettet werden. Man darf annehmen, dass solche Menschen ausdrĂŒcklich die Taufe gewĂŒnscht hĂ€tten, falls ihnen deren Notwendigkeit bewusst gewesen wĂ€re.

Was die ohne Taufe verstorbenen Kinder betrifft, kann die Kirche sie nur der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen, wie sie dies im entsprechenden BegrĂ€bnisritus tut. Das große Erbarmen Gottes ,der will, dass alle Menschen gerettet werden‘, und die zĂ€rtliche Liebe Jesu zu den Kindern, die ihn sagen lĂ€sst: „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!“ (Mk 10,14), berechtigen uns zu der Hoffnung, dass es fĂŒr die ohne Taufe gestorbenen Kinder einen Heilsweg gibt. Die Kirche bittet die Eltern eindringlich, die Kinder nicht daran zu hindern, durch das Geschenk der heiligen Taufe zu Christus zu kommen.«

Textquelle: KKK [1257-1261]

Foto: Taufbecken – Bildquelle: Ib Rasmussen / Wikipedia

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