Die „Initiative Dubium“ vernetzt sich erfolgreich

Schismatische Tendenzen in der Katholischen Kirche in Deutschland macht Dialog mit den Bischöfen notwendig.
Erstellt von kathnews-Redaktion am 19. August 2021 um 11:04 Uhr
Erzbischof Thissen und Bischof Bode

Essen (kath.net/kathnews). Nach Überzeugung von Andre Wiechmann befindet sich die Kirche in Deutschland in einem Schisma. Das sagte der Bochumer in einem Interview mit dem katholischen Internetportal kath.net. Wiechmann ist einer der Initiativnehmer des Dubium, das zu Pfingsten an die Glaubenskongregation, den Apostolischen Nuntius und die Deutsche Bischofskonferenz geschickt worden ist. In ihm benennen Katholiken ihre Sorge über schismatische Tendenzen der Katholischen Kirche in Deutschland und führen einige Punkte auf, die diese Tendenz verdeutlichen wie die  Forderung des Priestertums für Frauen, die Segnung homosexueller Beziehungen oder verbotene Gottesdienstgemeinschaft.

Dialog mit den Bischöfen

Aus diesem Dubium ist eine Initiative entstanden, die von Anfang an den Dialog mit der Deutschen Bischofskonferenz gesucht hat in der Person ihres Vorsitzenden, Bischof Bätzing. Doch blieb dieser Versuch bisher ergebnislos. Ober er darüber überrascht gewesen sei, wurde Wiechmann gefragt. „Ich persönlich war eher überrascht über die Begründungen und die Kommunikationswege“, antwortete er. „Zweimal hatte ich Bischof Bätzing in seiner Funktion als Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz angeschrieben. Zweimal wurde mir durch seine Mitarbeiter abgesagt. Hier hätte ich schon eine Reaktion von Bischof Bätzing erwartet. Auch die Begründung der DBK erinnert mich eher an eine Bundespressekonferenz. Die DBK führt an, öffentlich gemachte Briefe etc. werden grundsätzlich nicht beantwortet. Das ist in Bezug auf unsere Zweifel schon eine sehr fragwürdige Haltung.“ Daher suchen die Initiative Dubium nun den Dialog mit den einzelnen Bischöfen. „Hier haben wir die Hoffnung in unseren Zweifeln gehört zu werden. So können wir in den Dialog kommen und auch konstruktive Vorschläge einbringen, um die Zukunft positiv und katholisch mitgestalten zu können“, sagte Wiechmann.

Vernetzung

Im Augenblick bemüht sich die Initiative um eine breite Vernetzung. Die komme gut voran, erklärte Wiechmann in dem Interview. „Ich bin im guten Austausch mit Maria 1.0. Gestern habe ich mit konstruktiv mit Frau Wenzel von der Neuen katholische Frauenbewegung (NkF) ausgetauscht. Hier wollen wir zukünftig auch thematisch enger zusammenarbeiten. Dann noch die Facebook Gruppe einigen hundert Mitgliedern. Weitere Formate zum Austausch sind in konkreter Planung.“ Es seien auch gute Gespräche geführt worden mit vielen Priestern und Laien. „Die Kontakte bestehen weiterhin und es gibt wirklich wertvolle Dialoge“, so Wiechmann.

Hier zum Interview

Foto: Erzbischof Thissen und Bischof Bode – Bildquelle: Kathnews

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