Die heilige Corona – Eine Fürsprecherin wiederentdecken

Ein Beitrag von Felizitas Küble.
Erstellt von Felizitas Küble am 8. März 2020 um 15:00 Uhr

Wer hätte das gedacht? – Es gibt sogar eine heilige Corona. Das mag makaber klingen, ist aber wahr. Vielleicht wird sie in Viruszeiten als Fürsprecherin neu entdeckt? Die hl. Corona – oder auch Korona genannt – starb als Blutzeugin für Christus in Syrien oder Ägypten in jugendlichem Alter anno Domini 177, somit zur Zeit der römischen Christenverfolgung.

Dabei soll sie gemeinsam mit dem hl. Victor von Siena den Märtyrertod auf sich genommen haben. Als dieser Soldat seines christlichen Glaubens wegen gemartet wurde, habe Corona – sie war die Verlobte eines seiner Kameraden – ihn getröstet. Daher sei sie ebenfalls festgenommen worden. Es gibt auch Legenden, wonach sie Victors Frau gewesen sei.

Am 14. Mai feiert die Kirche den Gedenktag bzw. das Namensfest der hl. Corona, die besonders in Österreich und Bayern recht beliebt und in Tradition und Brauchtum verankert ist – so gibt es z.B. die Wallfahrtskirche St. Corona bei Staudach.

Auch Karl der Große soll sie um ihre Fürsprache angerufen haben. Im Aachener Dom gibt es den Corona-Leopardus-Schrein, der zudem die Überreste des hl. Leopardus enthält. Auch der Dom in Bremen enthält Reliquien dieser Blutzeugin, ebenso der Dom in Prag. In Österreich gibt es zwei Ortschaften mit dem Namen St. Corona.

Bisweilen rankt sich um ihre Gestalt auch abergläubisches Brauchtum. So soll eine Corona-Anrufung – auch „Kronengebet“ genannt – zum Auffinden verborgener Schätze verwendet worden sein. Auch als „Gebieterin böser Geister“ war sie in der volksreligiösen Vorstellung bekannt.

Kirchlich wird sie mit mit einer Palme (Sinnbild für mutiges Bekennertum) oder mit einer Krone dargestellt, denn ihr lateinischer Name bedeutet „Krone“; durch ihren Märtyrertod erreichte sie die „Krone“ des ewigen Lebens.

Textquelle: Christliches Forum

Foto: Saints Victor and Corona – Bildquelle: Anonymous, French artist / Wikipedia